Star-Wars-Fans pilgern nach Herne-Sodingen

Beim Treffen der Star-Wars-Fans im Urbanushaus gab es an den Ständen viele Fanartikel.
Beim Treffen der Star-Wars-Fans im Urbanushaus gab es an den Ständen viele Fanartikel.
Foto: Barbara Zabka
Jedi-Ritter, Klon-Krieger und zwei Nebendarsteller trafen sich auf der „Hernebration 2“, einem Treffen für Fans der berühmten Kino-Serie.

Herne..  Wer am Samstag durch Sodingen gelaufen ist, begegnete möglicherweise nicht nur Menschen, sondern auch Jedi-Rittern und Klon-Kriegern. Sie alle pilgerten zur „Hernebration 2“, einem Star-Wars-Fantreffen. Die zweite vom Star-Wars-Fanclub „Union of the Force“ organisierte Convention lockte rund 350 Fans aus ganz Deutschland nach Herne. Viele von ihnen kamen verkleidet, andere wollten sich von den Kostümen inspirieren lassen oder Filmsternchen begegnen.

Das Team um Veranstalter Volker Trachternach hatte für die Veranstaltung im Urbanushaus nicht nur einen Kostümwettbewerb ausgeschrieben, sondern konnte auch die Star-Wars-Nebendar­steller Derek Lyons und Femi Taylor für sich gewinnen. Lyons spielte in „Eine neue Hoffnung“ eine Yavin-Tempelwache und den Ordensüberbringer in der Abschlusssequenz. Femi Taylor gelangte durch ihre Rolle als „Oola“ in „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ zur kleinen Berühmtheit. Beide gaben Autogramme und trafen sich zu Fragerunden mit ihren Fans.

Gäste standen im Fokus

Eine der Fragen, die ihr am häufigsten gestellt werden, sei: „Wirst du auf der Straße erkannt?“, berichtete Femi Taylor. Aufgrund des starken Make-Up der tanzenden Sklavin im Film erkenne sie heute niemand mehr: „Das ist echt praktisch: Ich kann einfach so durch die Stadt laufen“, berichtet die Britin, die mittlerweile hauptberuflich als Innenausstatterin arbeitet. Nur zwei Mal im Monat besuche sie Fantreffen, zuletzt in Edinburgh und Los Angeles – und nun eben Herne.

Trotz der spannenden Lebensgeschichten der Star-Wars-Mimen standen im Fokus der Veranstaltung eindeutig ihre Gäste. Viele von ihnen waren am Samstag extra früh aufgestanden, um sich entsprechend herzurichten und so die anderen Fans zu beeindrucken. „Natürlich bin ich stolz auf mein Kostüm, schließlich arbeite ich daran seit zwei Jahren“, erzählte Jackeliene Lehringer.

Mehrere tausend Euro an Material und unzählige Arbeitsstunden sei ihr aufwendiges Gewand wert, auf das sie bei der Convention ständig angesprochen werde.

Besonders jene Besucher, die dem Verkleidungskult selbst nicht nacheifern, zeigten sich begeistert von den selbst genähten und gebauten Roben und Roboter-Anzügen.

Besonders skurril sei „der Anblick, wenn verkleidete Fans Plastikfiguren betrachten“, findet Peter Schütte. Um diese Eindrücke festzuhalten, habe er eigens seine Kamera mitgebracht. Und noch etwas ist dem Essener aufgefallen: „Alle sind friedlich. Hier gibt es keinen Funken Hass oder Rassismus – alle sind nur wegen ihrer Liebe zu Star Wars da.“

 
 

EURE FAVORITEN

Warum sich die Polizei bei Fahndungen nicht direkt an die Öffentlichkeit wendet

Öffentlichkeitsfahndungen: Annika Koenig, Sprecherin der Polizei Essen, erklärt unter welchen Umständen die Polizei sich bei der Suche nach Tatverdächtigen oder Vermissten an die Bürger wendet.
Mi, 19.09.2018, 16.32 Uhr

Warum sich die Polizei bei Fahndungen nicht direkt an die Öffentlichkeit wendet

Beschreibung anzeigen