Stadt plant Qualitätsoffensive

Michael Muscheid
Die Cranger Kirmes: Die Stadt will nun mit einer Qualitätsoffensive den Service verbessern. Foto: Hans Blossey
Die Cranger Kirmes: Die Stadt will nun mit einer Qualitätsoffensive den Service verbessern. Foto: Hans Blossey
Foto: Hans Blossey

Herne. Stadt und Stadtmarketinggesellschaft starten eine „Qualitätsoffensive Cranger Kirmes“. Ziel ist es, den Service auf dem Rummel zu verbessern. Vor dem Kirmes-Start am 4. August wollen die Veranstalter einen Katalog mit ihren Vorstellungen präsentieren.

Hintergrund: Im umkämpften Markt soll die Cranger Kirmes Punkte sammeln. Nur wenn eine gute Leistung geboten werde, kommen die Besucher wieder, sagt Stadtmarketingchef Holger Wennrich. Und besagte Leistung ließ zuletzt schon mal zu wünschen übrig, wie Wennrich, aber auch Michael Hasler, Abteilungsleiter Gewerbeangelegenheiten bei der Stadt, sagen. So habe es Kritik am Service der Schausteller, an ihrem Auftreten, aber auch an ihrem Aussehen bzw. dem ihrer Fahrgeschäfte gegeben. Konkret: Wechselgeld etwa wurde kommentarlos auf die Theke geknallt. Nicht gerne gesehen wurden bei Schaustellern auch Motto-T-Shirts mit (vermeintlich) lustigen Sprüchen, die Besucher auch als peinlich auslegen konnten. Und: Verblichene Farben an Buden müssten nicht sein.

Als Sheriffs, die den Schaustellern Daumenschrauben anlegen, verstehen sich die beiden aber keineswegs, wie sie betonen. „Wir sind Partner“, sagt Wennrich, „wir setzen auf den Dialog.“ Hasler ergänzt: „Wir wollen, dass die Schausteller über den eigenen Betrieb nachdenken.“ Mehr Qualität komme nicht nur den einzelnen Schaustellern, sondern letztlich allen zu Gute: „Wir haben eine Familienkirmes, da müssen wir als Team auflaufen“, so Wennrich. Umkehrschluss: „Wenn ein Händler schlechte Leistung bringt, fällt das auf alle zurück.“

Im Dialog wollen die Veranstalter Verbesserungen auf den Weg bringen. Um bei den Beispielen zu bleiben: Beim Herausgeben des Wechselgeldes könne man den Besuchern gerne „Viel Spaß noch auf der Kirmes“ wünschen. Statt eines Motto-T-Shirts wäre eine gemeinsame Kleidung aller Stand-Mitarbeiter hilfreich. Und um Bemalung aufzufrischen, so Wennrich, reichten Farbe und Pinsel.