Stadt Herne will Radfahren erleichtern

Jennifer Humpfle
In der Behrensstraße dürfen Radfahrer nun entgegen der Einbahnstraße unterwegs sein. Weitere Straßen könnten bald hinzukommen.
In der Behrensstraße dürfen Radfahrer nun entgegen der Einbahnstraße unterwegs sein. Weitere Straßen könnten bald hinzukommen.
Foto: Ralph Bodemer
Herne will Radfahren erleichtern: Mehr Einbahnstraßen sollen in Gegenrichtung freigegeben werden.

Herne.  Wie man mit wenig Aufwand das Radfahren in der Stadt erleichtern kann, hat die Verwaltung an der Behrens­straße in Herne-Mitte vorgestellt. Die Einbahnstraße ist nun für den Radverkehr in die Gegenrichtung freigegeben worden. Eine Bürgeranfrage habe den Anstoß gegeben: „Die Öffnung für Radfahrer war lange ein Thema, jetzt haben wir uns zusammengerauft“, sagt Jürgen Klein Altstedde, Abteilungsleiter für Verkehrsplanung. Folge: „Jetzt können Radfahrer unkompliziert Richtung Fußgängerzone fahren.“

Die Freigabe von Einbahnstraßen für Radfahrer sei jedes Mal eine Einzelfallentscheidung: „Jeder Fall wird in der Projektgruppe Rad erst einmal geprüft.“ Die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer stehe dabei im Fokus. „Hier haben wir vor allem über die Park- und Ladesituation, speziell an Markttagen, diskutiert.“ Eine entsprechende Beschilderung sowie Haltebalken und ein eingezeichneter Radweg machen die Änderung jetzt deutlich. Anfangs gebe es häufig Probleme, weil sich die Menschen an die neue Situation gewöhnen müssten. „Hier war das allerdings kein großes Problem, weil die meisten Radfahrer diesen Weg eh schon lange benutzt haben.“

Weitere Einbahnstraßen stehen zur Zeit auf dem Prüfstand: Beispielsweise an der Hannibal- und Alfredstraße liefen gerade die Vorgespräche für die Öffnung. „Wir freuen uns immer über Anfragen von Bürgern“, betont Thomas Semmelmann, städtischer Radverkehrsbeauftragte. „Die wissen ja häufig viel besser, wo Abkürzungen sinnvoll wären.“