Stadt Herne hat ein Auge auf RAG-Zentrale geworfen

Redaktion
Die RAG-Zentrale am Samrockring 1. Rund 1000 Mitarbeiter sind hier nach Angaben der Ruhrkohle AG zurzeit beschäftigt. Die Stadt hat ein Auge auf das Gebäude geworfen.
Die RAG-Zentrale am Samrockring 1. Rund 1000 Mitarbeiter sind hier nach Angaben der Ruhrkohle AG zurzeit beschäftigt. Die Stadt hat ein Auge auf das Gebäude geworfen.
Foto: WAZ FotoPool
Die Stadt Herne prüft zurzeit nach eigenen Angaben, ob sie in Zukunft Dienststellen in der RAG-Zentrale am Shamrockring unterbringen könnte. Am zum Verkauf stehenden Gebäude der Arbeitsagentur an der Markgrafenstraße hat die Verwaltung dagegen kein Interesse.

Herne. Die Bundesagentur für Arbeit hat ihr Gebäude an der Markgrafenstraße wie berichtet zum Verkauf ausgeschrieben. Von der Stadt wird die Nürnberger Behörde aber wohl kein Kaufgebot erhalten. Nach WAZ-Informationen hat die Verwaltung ein Auge auf die RAG-Zentrale am Shamrockring geworfen.

Die Verwaltung verfolge nach wie vor das Ziel, Dienststellen in Herne-Mitte in einem „Behördenviertel“ zu konzentrieren, erklärt Stadtsprecher Christoph Hüsken auf Anfrage. Ein Deal mit dem Land, bei dem die Stadt die Polizeiwache erhalten und im Gegenzug ein Grundstück an der Bebelstraße (hinter der Tankstelle) für einen Neubau der Wache zur Verfügung gestellt hätte, war bekanntlich gescheitert. Wie schon beim Justizzentrum machte der Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) des Landes der Stadt zu deren Unmut einen Strich durch die Rechnung. Gründe nannte der BLB dafür nicht.

Gebäude nicht für Nutzung durch Stadt geeignet

Das Arbeitsagenturgebäude sei „aufgrund der Kapazitäten und des Zuschnitts des Gebäudes“ nicht für eine Nutzung durch die Stadt geeignet, so Sprecher Hüsken zur WAZ. Aber: „Wir sind darüber informiert, dass im RAG-Gebäude Kapazitäten zur Verfügung stehen.“ Aktuell werde geprüft, ob diese für die Stadt in Frage kämen. Über die Ergebnisse dieser Prüfung würden zunächst die politischen Gremien informiert: „Wann dies der Fall sein wird, ist gegenwärtig noch nicht absehbar“, so Hüsken.

Die RAG hält den Ball flach. „Bislang gibt es am Standort Shamrockring keinen nennenswerten Leerstand“, sagt Sprecher Christof Beike zur WAZ. Rund 1000 Mitarbeiter seien zurzeit hier beschäftigt. Klar sei, das sich die Lage durch das Auslaufen des Steinkohlebergbaus bis Ende 2018 ändern werde. Die RAG werde sich „zum gegebenen Zeitpunkt“ Gedanken machen, so Beike. Zurzeit gebe es keine Überlegungen, den Standort aufzugeben.