„Spiegel“ kritisiert CDU-Europaabgeordnete Renate Sommer

Der „Spiegel“ bezeichnet die CDU-Europaabgeordnete Renate Sommer  in seiner aktuellen Ausgabe als Lobbyistin der Tabak-Konzerne.
Der „Spiegel“ bezeichnet die CDU-Europaabgeordnete Renate Sommer in seiner aktuellen Ausgabe als Lobbyistin der Tabak-Konzerne.
Foto: Svenja Hanusch, Archiv
Der „Spiegel“ kommt an Herner Politikerinnen offenbar nicht vorbei: Nach Michelle Müntefering (SPD) war nun Renate Sommer (CDU) Gegenstand der (kritischen) Berichterstattung.

Herne im „Spiegel“

Der „Spiegel“ kommt an Herne nicht mehr vorbei. Nach dem großen (und recht positiven) Porträt von SPD-Bundestagskandidatin Michelle Müntefering vor fünf Wochen berichtet das Nachrichtenmagazin aktuell über die CDU-Europaabgeordnete Renate Sommer. „Angriff der Rauch-Melder“ lautet die Überschrift des Beitrags in der Rubrik „Wirtschaft“. Sommer und Kollegen der konservativen EVP-Fraktion sehen sich darin dem Vorwurf ausgesetzt, Lobbyisten der Tabakkonzerne zu sein. Renate Sommer wird persönlich bescheinigt, „aufopferungsvoll für die Interessen der Tabakindustrie“ zu kämpfen. Mal schauen, welcher Herner Politiker als nächstes im „Spiegel“zum Thema wird.

Stachelschweine

Der Herner Premieren-Besuch von Gerhard Schröder wird den Hamburger Magazin-Machern mit Sicherheit keine Zeile wert sein. Der Altkanzler lieferte das ab, was man von ihm erwarten konnte. Auch einige launige Zitate fielen dabei im Kulturzentrum ab. So sagte Schröder über seine wilden Jahre: „Als Jungsozialist plante ich die Revolution, die ich später verhindert habe.“ Das Verhältnis zu den EU-Krisenstaaten kann Deutschland nach Ansicht des 69-Jährigen auf diese Weise verbessern: „Wie Stachelschweine sich lieben - so müssen wir miteinander umgehen: gaaanz vorsichtig.“ Und seine aktuelle Stauerfahrung – von Aachen bis Herne benötigte er am Donnerstag geschlagene drei Stunden – ließ er in die Forderung münden: „Die Infrastruktur im Ruhrgebiet muss besser werden.“

Niedriger P-Faktor

Die (Polit-)Prominenz machte sich beim Schröder-Auftritt rar. Neben lokalen SPD-Größen fanden immerhin Landtagspräsidentin Carina Gödecke und Landtagsfraktions-Chef Norbert Römer den Weg nach Herne. Und auch eine Klasse 9 der Bochumer Goethe-Schule verfolgte die Veranstaltung aufmerksam. Hintergrund: Die Schüler befassen sich im Unterricht mit dem „Beruf des Politikers“ und kooperieren in dieser Reihe mit Michelle Müntefering (die den Beruf ja erst noch ausüben will).

Hühnerkacke

Auch die Stadtpolitik nimmt endlich wieder an Fahrt auf. Möglicherweise können nach der Sommerpause sogar die Tonprobleme im Ratssaal behoben werden. Der Moderator der DGB-Podiumsdiskussion mit sechs Spitzenpolitikern hat am Mittwoch vorgemacht, wie man mit solchen Störungen umgeht: Als das Mikro im Kulturzentrum streikte, sagte er einmal laut und vernehmlich „Zicke Zacke, Hühnerkacke“ - schon funktionierte die Technik wieder.

 
 

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