Spendersuche in Moschee

Kristina Bechthold
Beim Türkisch-Islamischen Kultur Verein an der Hauptstraße zeigt DKMS-Mitarbeiter Markus Artmeier, wie der Abstrich der Wangenschleimhaut genommen werden soll.
Beim Türkisch-Islamischen Kultur Verein an der Hauptstraße zeigt DKMS-Mitarbeiter Markus Artmeier, wie der Abstrich der Wangenschleimhaut genommen werden soll.
Foto: Haenisch / waz fotopool
Für drei Geschwister aus Wetzlar, die an Mittelmeeranämie leiden. 80 Freiwillige ließen sich bei einer DITIB-Aktion in Wanne typisieren.

„Helfen Sie, indem Sie sich als Knochenmarkspender registrieren lassen.“ Mit dieser Bitte ging eine Gruppe der Jugendabteilung der Haci Bayram Camii Moschee an der Hauptstraße 336 auf die Besucher zu, die zur Registrierungsaktion der Deutschen Knochenmarkspender-Datei (DKMS) gekommen waren. Diese wurde in Kooperation mit dem DITIB Türkisch-Islamischen Kulturverein veranstaltet.

Insgesamt 80 Menschen ließen sich typisieren und halfen mit ihrer Knochenmarkspender-Registrierung bei der Suche nach geeigneten Spendern für das Geschwister-Trio Kader (14 Jahre), Sibel (12 Jahre) und Mustafa (4 Jahre) aus Wetzlar, die alle drei an Mittelmeeranämie, einer genetischen Erkrankung des blutbildenden Systems, leiden und schon lange nach geeigneten Spendern suchen. Für die DKMS sei es von Bedeutung, gerade in türkisch-stämmigen Institutionen vermehrt nach Spendern mit identischen Gewebemerkmalen zu suchen, Da die Familie der drei Geschwister aus dem Osten der Türkei stammt, so die Sprecherin Demet Kaygusuz, erhöhe die Suche bei türkischstämmigen Menschen die Chance auf Erfolg.

Hoffnung auf Erfolg durch Aufklärung

Bereits eine Woche vorher, während des Freitagsgebetes, informierte der Imam über die Veranstaltung und während der Aktion leistete die Jugendgruppe der Moschee Aufklärungsarbeit mit Flyern und mit Worten: „Drei Geschwister leiden, und eventuell können wir behilflich sein. Weitere Infos erhalten Sie am Stand. Bitte gehen Sie dahin“, erklärte Hüseyin Aydin (22), der stellvertretende Vorsitzende der Jugendabteilung, den Besuchern.