SPD Herne schickt Frank Dudda ins OB-Rennen

Michael Muscheid
Der frisch gebackene OB-Kandidat Frank Dudda (l.) mit SPD-Parteichef Alexander Vogt am Mittwochabend nach der Wahl im Herner Kulturzentrum.
Der frisch gebackene OB-Kandidat Frank Dudda (l.) mit SPD-Parteichef Alexander Vogt am Mittwochabend nach der Wahl im Herner Kulturzentrum.
Foto: Haenisch / Funke Foto Services
Die SPD in Herne schickt Frank Dudda ins Rennen für die OB-Wahl am 13. September. Das beschloss am Mittwochabend eine SPD-Wahlkreiskonferenz.

Herne.  Die SPD schickt Frank Dudda ins Rennen für die OB-Wahl am 13. September. Das war längst klar? Nicht ganz: Nach seiner Nominierung auf einem SPD-Parteitag im November musste noch eine Wahlkreiskonferenz her, um seine Kandidatur abzusegnen. Diese formale Hürde übersprang Dudda am Mittwochabend im Kulturzentrum locker: 91,8 Prozent der 146 Delegierten stimmen für den 51-Jährigen, damit konnte er im Vergleich zum Nominierungsparteitag – im November erhielt Dudda 90,1 Prozent – noch ein Schüppchen drauflegen.

Überraschungen blieben aus. Einen „ziemlich schnellen und formalen Akt“ hatte SPD-Parteichef Alexander Vogt eingangs angekündigt, und er behielt recht. Ein Gegenkandidat, der theoretisch möglich gewesen wäre, trat nicht auf den Plan, und so wurde kurz und schmerzlos gewählt. Keine dreiviertel Stunde dauerte die Wahlkreiskonferenz, da hatte Dudda, SPD-Fraktionschef im Rat, um 20.30 Uhr bereits seinen Blumenstrauß in der Hand und sein Ticket für die OB-Wahl gelöst.

In einer kurzen Rede vor dem Urnengang untermauerte Dudda sein Ziel: „Ich trete an, um zu gewinnen.“ Damit spielte er auf den Grünen Thomas Reinke an, der für die Opposition ins Rennen gehen will und dabei unbescheiden auf Sieg setzt. Ob dieser Ankündigung, spottete Dudda, verfalle er keineswegs in einen „Schock- und Starrzustand“. Vielmehr frage er sich, wie dieses „bunte Bündnis der Beliebigkeit“ überhaupt funktionieren solle – zu unterschiedlich seien die Positionen innerhalb der Rats-Opposition. Ganz anders, natürlich, die SPD: „Wir zeigen klare Kante“, versprach Dudda unter dem Beifall der Delegierten.