Sozial gerecht?

Nach dem Zerwürfnis in der Linksparteivor gut zwei Jahren kehrt bei den Abtrünnigen keine Ruhe ein. Das neueste Kapitel: Die Ratsgruppe Soziale Gerechtigkeit hat ihre GeschäftsführerinMartina Hellervor die Tür gesetzt

Herne.. Die ehemalige Herner PDS-Ratsfrau, deren Berufung zur Fraktionsgeschäftsführerin der Linkspartei seinerzeit einen nicht unerheblichen Beitrag zur Spaltung bei den Linken geleistet hat, wird fristgerecht entlassen, heißt es; sie sei bereits freigestellt.

Die Gruppe Soziale Gerechtigkeit – zur Erinnerung: Verblieben sind nach dem Übertritt von Rainer Kielholz zur AL noch Günter Nierstenhöfer und Gabriele Bitzer – will sich nicht zu der Personalie äußern. Dem Vernehmen nach war die Gruppe mit der Arbeit Hellers nicht zufrieden, außerdem gab es Meinungsverschiedenheiten.

Was die Chefin der Wählergemeinschaft zu diesem Vorgang sagt? Bislang nichts. Ihr Name: Martina Heller. Ob sich die Gruppe nicht nur nach einer neuen Geschäftsführerin, sondern die Wählergemeinschaft auch nach einer neuen Sprecherin umschauen muss, bleibt also abzuwarten. Auch die Antwort auf die Frage von Beobachtern: Ist das sozial gerecht, was die Soziale Gerechtigkeit da gerade gemacht hat?

Wo wir schon mal bei der Linkspartei waren: Diese hat in dieser Woche – wie angekündigt – die Sparvorschläge der Stadt für die Haushaltskommission ins Internet gestellt. Das findet die SPD schlimm, sie wirft der Linkspartei nun öffentlich vor, Interna öffentlich gemacht zu haben. Umgekehrt wird ein Schuh draus, sagt Veronica Buszewski, Ratsfrau der Linken. Abgemacht worden sei, keine Wortbeiträge aus der Haushaltskommission öffentlich zu machen. Genau das aber habe Manuela Lukas (SPD) mit ihrer Kritik nun gemacht. Fortsetzung folgt.

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