Sorge um Jobs im Steinkohlekraftwerk

Das Steinkohlekraftwerk in Baukau: Steag prüft das Aus für Block 3. Foto: Hans Blossey
Das Steinkohlekraftwerk in Baukau: Steag prüft das Aus für Block 3. Foto: Hans Blossey
Foto: Hans Blossey

Herne.. Streicht Steag Arbeitsplätze in Herne? Entsprechende Planspiele gibt es in der Zentrale des Essener Energieerzeugers. Entschieden ist noch nichts, sagt Steag-Sprecher Jürgen Fröhlich zur WAZ.

Zum Hintergrund: Bis Ende 2013, sagte gestern Geschäftsführer Joachim Rumstadt, will Steag 20 Millionen Euro sparen und dafür unter anderem 200 Stellen abbauen (siehe auch Bericht im Hauptteil). Ob Herne von dieser Maßnahme betroffen ist, sei noch nicht geklärt, so der Steag-Sprecher.

Teil des selbstverordneten Sparprogramms ist zudem ein Aus für ältere Kohlekraftwerke. Hier stellt sich das Unternehmen auf einen Auslaufbetrieb ein. Auch hier kommt möglicherweise Herne ins Spiel. Das wuchtige Evonik Steag Steinkohlekraftwerk am Ufer des Rhein-Herne-Kanals hat noch drei Anlagen in Betrieb: die Blöcke 2, 3 und 4 liefern Strom und Fernwärme in 1,3 Millionen Haushalte. Ab kommendem Jahr, so die Steag gestern, soll entschieden werden, ob die alten Blöcke vom Netz gehen. Sie stehen in Lünen, Voerde und – Herne. In Baukau geht es um Block 3, geprüft wird, ob er wirtschaftlich noch Sinn macht.

Werden die alten Steinkohlekraftwerksblöcke abgeschaltet, könnten weitere 400 Jobs gestrichen werden. Wie viele Jobs in Herne betroffen wären, könne man zu diesem Zeitpunkt nicht sagen, so Fröhlich: „Das wäre reine Spekulation.“ In Baukau ist neben der Mannschaft für die Energiegewinnung unter anderem auch das betriebliche Vorschlagswesen und die Betriebssicherheit der Steag zu Hause.

Ob das Kraftwerk am Ende mit zwei Blöcken zu betreiben wäre? „Die Aufgabe von Standorten“, so Fröhlich,, „steht nicht zur Disposition.“

 
 

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