Slush-Eis in Herne ist der absolute Sommerhit

Ute Wegener in ihrer Ape mit den drei Sluhs-Eis Maschinen
Ute Wegener in ihrer Ape mit den drei Sluhs-Eis Maschinen
Foto: FUNKE Foto Services / Olaf Ziegler
Ute Wegener erfüllte sich mit dem Kauf einer Ape sowie drei Slush-Eis Maschinen einen Traum. Das zerstoßene Eis mit Sirup verkauft sie zur Cranger Kirmes vor der eigenen Haustür auch selbst.

Herne..  Wenn sie mit ihrer Ape um die Ecke gekurvt kommt, dann leuchten vor allem die Kinderaugen. Ute Wegener verkauft in ihrem dreirädrigen Rollermobil Slush-Eis. Das ist – ob gelöffelt oder mit dem Strohhalm genüsslich geschlürft – bei sommerlichen Temperaturen der absolute Hit. Vor allem Schlumpfblau sei bei Kindern sehr gefragt. Das hat bei den Kleinen seinen guten Grund, macht doch diese nach Himbeere schmeckende Sorte eine knallblaue Zunge. Auch wenn diese Farbe bei Eltern eher gesundheitliche Sorgen auslöst. „Die Kinder finden es toll“, weiß die Frau, die als Erzieherin arbeitet. Und: „Es gibt Geschmackssorten, die mehr Farbstoffe enthalten als die blaue Variante.“ Das beruhigt. Doch wie kam Ute Wegener auf die Idee, das gestoßene Eis vermengt mit Sirup zu verkaufen?

Zu mieten für Festivitäten aller Art

Für ein Pfarrfest mietete die zweifache Mutter vor nunmehr sieben Jahren eine Slush-Eis-Maschine. Die fand sie so toll, dass sie rasch beschloss: „Eine eigene wäre doch noch viel besser.“ Also machte sie sich mit ihrem Mann Andreas im Internet auf die Suche nach einem adäquaten Modell. Im Bergischen Land wurden beide fündig. „Da scheint man das Eis nicht so zu mögen, ein Kioskbesitzer meinte, es rentiere sich nicht für ihn.“ Für 700 Euro nahm das Ehepaar das tadellos erhaltene Gerät mit nach Hause. „Neu kostet eine solche Maschine 2000 Euro.“ Kurz danach folgte der Kauf der Ape, nach und nach kamen zwei weitere Eismaschinen hinzu. Bei Ute Wegener kann nun das komplette Set gemietet werden: zu Hochzeiten, Geburtstagen, Pfarrfesten. Was auch immer.

Nur ein Mal im Jahr, da bleibt die Ape nebst Maschinen, Sirup-Kanister und allem Pipapo auf dem Parkplatz der Rathaustraße 81 stehen. Vor der heimischen Garage mit dem brauen Tor. „Da ist nämlich Cranger Kirmes, da verkaufe ich immer selbst.“ Zehn Tage, die sich die sympathische Frau nicht nehmen lässt, strömen doch unerlässlich Menschenmassen an ihrer Haustür vorbei. Das Ruder, das lässt sie sich während der bunten Kirmestage nicht einmal von ihren beiden Kindern und dem Ehemann aus der Hand nehmen. Selbst ihren Geburtstag, dem 10. August, wird sie mit ihrem strahlenden Lächeln an der Ape verbringen und Eis verkaufen. Dann wird es vielleicht nach Feierabend ein Eis mit Maracujageschmack geben. „Das schmeckt besonders gut mit Wodka gemischt, Kirsch harmoniert sehr gut mit Kokoslikör“, so die 51-Jährige. Dieser Tipp gilt natürlich nur für Erwachsene. Und verkaufen darf sie die alkoholische Variante auch nicht.

Die Kinder indes werden ganz sicher weiterhin zu ihr strömen, zur freundlichen Frau mit der Ape, der Eismaschine und den vielen tollen bunt gefüllten Plastikbechern.

EURE FAVORITEN

Weitere interessante Artikel