Sektion Ometepe setzt sich für Häuserbau ein

Udo Jakat, Reinhard Schemberg, Karin Jakat, Josef Stromberg mit Bildern von ometepischen Familien.
Udo Jakat, Reinhard Schemberg, Karin Jakat, Josef Stromberg mit Bildern von ometepischen Familien.
Foto: Ralph Bodemer / FUNKE Foto Services
Mit Hilfe von Hernern möchte der Partnerschaftsverein Häuser für Menschen stiften, die durch Wirbelstürme oder Bergrutsche obdachlos geworden sind.

Herne.  Ein Dach aus Wellblech, außen eine fest installierte Feuerstelle und ganz wichtig: eine erdbebensichere Bodenplatte. Den Bau von drei Steinhäusern möchte die Sektion Ometepe auf unserer Partnerinsel im Nicaraguasee im nächsten Jahr umsetzen. Bereits vier solcher Häuser wurden in der Vergangenheit finanziert, mit denen obdachlose Familien eine neue Heimat bekamen. Auch die nun geplanten Behausungen sind für obdachlose Familien vorgesehen, die ihre bisherigen Häuser aufgrund von Wirbelstürmen oder Bergrutschen verloren haben. „Ein anderer Grund für die Obdachlosigkeit von Familien auf Ometepe ist, dass viele Ernährer in Costa Rica oder den USA arbeiten und irgendwann einfach nicht mehr zu ihren Familien zurückkehren“, weiß der Leiter der Sektion Ometepe, Josef Stromberg, der gerade von einer Reise mit anderen Mitgliedern aus dem Partnerschaftsverein von der Insel zurückgekehrt ist.

Finanzierung zweier Häuser gesichert

Drei Familien, für die die Steinhäuser vorgesehen sind, wurden von einer Findungskommission vor Ort ausgewählt. „Hintergrund ist, dass damit wirklich Bedürftigen geholfen werden kann. Außerdem soll so vermieden werden, dass Sozialneid entsteht“, erläutert Udo Jakat, ebenfalls Leiter der Sektion Ometepe. Daher sind Familien ausgewählt worden, die jeweils ein geistig behindertes Kind haben. Die Finanzierung zweier Häuser ist bereits gesichert. Ein Haus wird von einigen Mitgliedern der Sektion Ometepe gestiftet, die jüngst auf der Insel zu Besuch waren. Die Kosten für ein weiteres Haus übernimmt Ehepaar Schemberg, das schon 2006 den Bau einer Steinhütte auf Ometepe finanziert hat. „Ich bin in meinem Leben viel gereist und habe viel Armut gesehen. Meine Frau und ich haben keine Kinder und man kann eh nichts mit ins Grab nehmen“, begründet Reinhard Schemberg sein Engagement. Für das dritte Haus, das für Familie Ortiz gedacht ist, die ihre Heimat durch einen Erdrutsch verlor, sucht der Partnerschaftsverein noch Spender (siehe Kasten). 2950 Euro kosten die Steinhäuser, die schließlich in Eigenleistung von den späteren Bewohnern erbaut werden sollen. Die Lebenssituation auf Ometepe ist geprägt von Armut. Die meisten Menschen leben von der Landwirtschaft. Seit Nicaragua, zu dem Ometepe gehört, ein Handelsabkommen mit den USA geschlossen habe, würden Lebensmittel wie Reis und Bohnen größtenteils aus den Staaten geliefert. „Trotz großer Armut leben auf Ometepe herzliche und zufrieden wirkende Menschen“, so Stromberg.

Kontakt und Spendenkonto:

Bürger, die sich an der F inanzierung des Hauses für Familie Ortiz beteiligen möchten, können sich an die Leiter der Sektion Ometepe, Josef Stromberg und Udo Jakat, wenden unter WAN 370130 oder HER 52193


Der Partnerschaftsverein ruft dazu auf, kleine steuerlich abzugsfähige Spenden an folgendes Konto bei der Sparkasse Herne zu richten: IBAN: DE894325003000010615555.

 
 

EURE FAVORITEN