Schulweg führt über A 42-Ausfahrt

Der Schulweg der (fusionierten) Grundschule am Jürgens Hof führt ab Herbst 2013 direkt über die A 42 Abfahrt Herne-Horsthausen. Die Verantwortlichen fordern nun die Errichtung einer Ampel. Foto Thomas Schild / WAZ FotoPool
Der Schulweg der (fusionierten) Grundschule am Jürgens Hof führt ab Herbst 2013 direkt über die A 42 Abfahrt Herne-Horsthausen. Die Verantwortlichen fordern nun die Errichtung einer Ampel. Foto Thomas Schild / WAZ FotoPool
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Ab Herbst 2013 sollen die Regenbogenschule und die Grundschule Langforthstraße am Standort Jürgens Hof den Betrieb aufnehmen. Die Schulwegsicherung bereitet allerdings noch arge Kopfschmerzen.

Ein Schulweg für zahlreiche Grundschüler, der direkt über eine Autobahnanschlussstelle führt, die nicht durch eine Ampelanlage geregelt wird? „Da fasst man sich doch an den Kopf“, sagt der CDU-Politiker Sven Rickert.

Und weil sich auch all seine Kollegen in der Bezirksvertretung Sodingen, die beteiligten Mitarbeiter der Stadt und natürlich die betroffenen Eltern und Lehrer an den Kopf fassen, gibt es hier keine zwei Meinungen. Bis zur Zusammenlegung von Regenbogenschule und Grundschule Langforthstraße in den Räumen der auslaufenden Hauptschule Jürgens Hof im Herbst 2013 muss also eine Lösung her. Heißt: An der südlichen A 42-Anschlussstelle Herne-Horsthausen muss eine Ampelanlage errichtet werden, die ein gefahrloses Überqueren der Straße vor allem für Schüler aus dem Feldherrenviertel, aber auch aus dem (künftigen) Neubaugebiet Werderstraße ermöglicht.

„Die Schulkonferenz hat der Zusammenlegung nur unter dieser Voraussetzung zugestimmt“, sagt Barbara Ocken-Bitter, Leiterin der Regenbogenschule. In der vergangenen Woche haben sich Schule, Stadt und Politik bei einem Ortstermin noch einmal von der Dringlichkeit einer solchen Maßnahme überzeugt.

Ob die Ampel gebaut wird, entscheidet sich jedoch nicht in Herne. Denn: Federführend und Hauptkostenträger bei der Errichtung einer neuen Ampel wäre nicht die Stadt, sondern die Landesbehörde Straßen.NRW. Und der zuständigen Regionalniederlassung in Bochum ist das Ansinnen von Schule und Eltern bisher offenbar gar nicht bekannt, wie eine Sprecherin am Montag auf WAZ-Anfrage mitteilte. Auch zum Ortstermin am vergangenen Montag hatte die Stadt Straßen.NRW nicht eingeladen. Man habe sich zunächst selbst ein Bild machen wollen, so ein Stadtmitarbeiter.

Die Errichtung einer Ampel an der A 42-Anschlussstelle ist die wichtigste, aber längst nicht die einzige ins Auge gefasste Maßnahme rund um den Jürgens Hof. Mit der Erstellung eines Schulwegsicherungskonzepts soll eine Forderung von Lehrern und Eltern umgesetzt werden. Dabei geht es auch um die Zukunftsfähigkeit der Schule. „Die Eltern reagieren sehr sensibel auf die Sicherheitssituation“, so Klaus Hartmann vom Fachbereich Schule. Deshalb gehe es auch darum, einen „Schülertourismus“ zu verhindern.

 
 

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