Röttgen: Langfristig denken

Bundesumweltminister Norbert Röttgen sprach auf Einladung der CDU Herne in der Akademie Mont Cenis in Sodingen.                                                                                                         Foto: Udo Kreikenbohm
Bundesumweltminister Norbert Röttgen sprach auf Einladung der CDU Herne in der Akademie Mont Cenis in Sodingen. Foto: Udo Kreikenbohm
Foto: WAZ FotoPool

Sodingen. Norbert Röttgen besuchte am Samstag den CDU Kreisverband Herne und erläuterte in der Akademie Mont Cenis seine Vision der Zukunft für Deutschland, NRW und seine Partei, der CDU.

Der Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit hielt eine gut einstündige Rede und beantwortete anschließend Fragen aus dem Auditorium . „Wir müssen jetzt die Weichen für das Glück unserer Kinder stellen“, sagte Röttgen direkt zu Beginn seiner Rede. Für ihn ist das eine zentrale Aufgabe der Politik. Langfristig denken und nicht nur den kurzfristigen Wahlerfolg vor Augen haben. Man könne nicht nur im Hier und Heute leben.

Dazu gehört für Röttgen vor allem ein Stopp der Neuverschuldung: „Wir geben in Deutschland 40 Milliarden Euro nur für Zinsen aus. Hier brauchen wir eine Kehrtwende.“ Dies sei ein Ausdruck von Zukunftsverantwortung. „Wir können natürlich zwei, drei oder fünf Jahre so weitermachen, aber irgendwann sind wir bankrott.“ Gerade deswegen sei der geplante neue Haushalt der rot-grünen Regierung in NRW, der neue Schulden vorsieht, verantwortungslos. „Damit muss Schluss sein“, sagte Röttgen und erntete dafür Applaus und laute „Genau“-Rufe.

Beim Thema Bildung sprach sich Röttgen gegen die Gemeinschaftsschule aus. Er will an den bestehenden Schulformen festhalten. „Wir wollen keinen Schulkampf, sondern einen Schulfrieden. Deswegen muss die Diskussion über die Schulform ein Ende haben“, sagte Röttgen. Der Schüler müsse wieder im Mittelpunkt stehen.

Als letzten Punkt sprach Röttgen die Energiepolitik der Bundesregierung an. Langfristig müsse der Strom aus erneuerbaren Energien stammen. „Die Akademie Mont Cenis ist mit ihrer Solaranlage ein positives Beispiel.“ Für die kommenden Generationen sei es wichtig, in neue Technologien zu investieren.

 
 

EURE FAVORITEN