Röhlinghausen räumt auf und putzt sich raus

30 Kinder, Jugendliche und Erwachsene sorgten am Samstag für ein besseres Erscheinunsbild in Röhlinghausen: Sie sammelten 14 Säcke Müll.
30 Kinder, Jugendliche und Erwachsene sorgten am Samstag für ein besseres Erscheinunsbild in Röhlinghausen: Sie sammelten 14 Säcke Müll.
Foto: Privat
Unter dem Motto „Röhlinghausen räumt auf - Ein Stadtteil putzt sich raus“ stand am Samstag eine Aktion der lokalen Interessengemeinschaft. 30 Säcke mit Müll wurden im Stadtteil gesammelt.

Herne.  Der Quartiersgedanke wird groß geschrieben in Röhlinghausen. Auch aus diesem Grund trifft sich regelmäßig die lokale Interessengemeinschaft, um gemeinsame Aktionen zu planen. Eine davon fand am Samstag statt. Mit „Röhlinghausen räumt auf – Ein Stadtteil putzt sich raus“ setzten sich über 30 Kinder, Jugendliche und Erwachsene für ein sauberes Erscheinungsbild des Westens der Stadt ein.

14 Müllsäcke kommen während der zweistündigen Sammelaktion zusammen. Das sei weder besonders viel noch ausgesprochen wenig, meinen die fleißigen Helfer. „Ich habe das Gefühl, dass wir ein bisschen weniger eingesammelt haben, als beim letzten Mal“, resümiert Markus Bader von der ev. Kirchengemeinde Röhlinghausen.

„Die Wohngebiete waren sehr sauber, offenbar kümmern sich die Anwohner gut um ihre Gehwege“, zeigt sich Sarah Bacian, zweite Vorsitzende des TV Röhlinghausen, zufrieden.

Aber: „Das Phänomen von Müll direkt neben anstatt in eigentlich leeren Mülleimern auf öffentlichen Flächen gibt es immer noch.“ Und: „Das Dosenpfand ist offenbar immer noch nicht hoch genug – wir haben ziemlich viele zusammengedrückte Dosen im Grün gefunden“, außerdem nicht wenige Schnapsflaschen. Pfandflaschen hätten die Gruppen hingegen fast gar keine gefunden – „vermutlich wegen der Pfandsammler“, mutmaßt Bacian.

Außergewöhnliche Funde habe keiner der 34 Helfer gemacht. Die vierjährige Emma ist trotzdem ein bisschen stolz auf ihren Fund: ein Fahrradreifen. Wie der wohl im Gebüsch gelandet ist? Ihr Papa hat ihn für sie herausgeholt und entsorgt.

Mutter und Kindergärtnerin Sarah Todzey lobt die Aufräum-Aktion, vor allem auch den pädagogischen Nutzen: „Das ist eine gute Sache. So nehmen die Kinder mal wahr, wie viel Müll rumliegt, wenn niemand ihn wegräumt“, sagt sie. Töchterchen Emma weiß natürlich längst, wo Müll hingehört. „In den Mülleimer natürlich“ – wohin auch sonst?

Die Stimmung bei „Röhlinghausen räumt“ ist gut. Trotz starker Regenschauer zu Beginn der Aktion bleiben alle bei der Stange. „Wir machen das für unseren Stadtteil“, verkündet Gökhan Gökler stolz. Dem 16-Jährigen sei es wichtig, dass sein Viertel sauber ist.

Gemeinsame Aktion

„Der Quartiersgedanke hier in Röhlinghausen wird immer stärker“, freut sich auch Nazik Tuncay, Mitglied des erweiterten Vorstandes der Islamischen Gemeinde Herne 2. Er ist zuständig für die Jugendarbeit seiner Gemeinde und erklärt: „Wir möchten, dass unsere Jugendlichen nicht abgegrenzt von den Deutschen aufwachsen. Darum machen wir gern bei gemeinsamen Aktionen mit.“ Wenn man einander kenne und etwas zusammen mache, lebe man viel besser.

 
 

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