Promi-Chor nimmt im Studio das „Herne-Lied“ neu auf

Am Montag, 29. Juni 2015, nimmt Helmut Sanftenschneider (rechts) zusammen mit Familie und Freunden im "Kopfhörer Studio" (Bochum) das Hernelied auf. Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Services
Am Montag, 29. Juni 2015, nimmt Helmut Sanftenschneider (rechts) zusammen mit Familie und Freunden im "Kopfhörer Studio" (Bochum) das Hernelied auf. Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Services
Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Serv
Helmut Sanftenschneider will zum neuen Soloprogramm „Ruhrpott-Banderas“ eine CD veröffentlichen. Am Montag traf er sich mit Freunden im Studio.

Herne..  Fünf Männer in leichter Sommerkleidung, wippend vor dem Mikrofon, Kopfhörer auf den Ohren. Ein Friseur, ein Reifenhändler, ein Kneipier ... Herner Prominenz, eingeladen von Helmut Sanftenschneider, dem Entertainer und Musiker, der zwar schon lange in Bochum wohnt, aber gefühlt ein Herner geblieben ist. Seine gesungene Liebeserklärung an die Stadt, in der er bekannt geworden ist, das „Herne-Lied“, soll demnächst in neuer Version herauskommen. Die „Midtempo-Nummer im Country-Stil“ wird dann etwas „rockiger“. „Mehr Party“ nennt es Guntmar Feuerstein, selbst Musiker und Betreiber des „Kopfhörer“-Tonstudios in Bochum-Harpen.

Gesang am Feierabend

Bei ihm trifft sich der Promi-Chor an diesem Abend zum Feierabend-Bier und um zwei Worte zu singen, aber das mit aller Inbrunst : „In Herne!“ „Brüllen ist angesagt, nicht schön singen“, hat Sanftenschneider angeordnet. Guntmar Feuerstein reckt mitreißend die Arme hoch und gibt den Einsatz vor. Also singen die Herren immer wieder auf das Stichwort „Ich bin so gerne ...“ schön laut „in Herne“. Feuerstein findet’s klasse.

Die Sänger auch. Reifenhändler und Kultursponsor Christian Stiebling ist mit seiner Frau Iris und Sohn Tobias gekommen. In Rolf Buchwalds Friseursalon Schnittpunkt sind Sanftenschneiders „NachtSchnittchen“ zur Delikatesse gereift, deshalb ist er ebenso eingeladen wie Gastronom Jens Willemsen und Programmchef Christian Strüder aus den Flottmann-Hallen, wo Sanftenschneider am 12. September mit seinem neuen Solo Premiere feiert.

Und als alles schon fast vorbei ist, schneien auch noch die beiden „Gerlachos“ herein, Jörg und Dirk Gerlach. Sie schaffen es, noch beim großen gemischten Finale dabei zu sein, nachdem Sanftenschneiders Frau Iris und seine Tochter Sophie mit Iris Stiebling bereits in der vom Tonmeister vorgegebenen hohen Stimmlage und mindestens so gut gelaunt wie die Männer ihren Part eingesungen haben.

„Ich wohne so gerne in Herne“ sei alles andere als ein Schmählied, sind sich an diesem Abend die Chorknaben und -mädels einig. Ein bisschen ironisch, aber eigentlich die einzig wahre Art, eine Liebeserklärung zu machen, findet jedenfalls Guntmar Feuerstein. So nach dem Motto: „Du hast deine Schwächen, aber deshalb liebe ich dich.“ Seine Erfahrung: „Alles rosa - da kommste nicht mit durch.“ Sanftenschneider fällt der Vergleich mit Grönemeyers „Bochum“ ein, aber das findet er dann doch ein bisschen anmaßend. Jedenfalls kann er für sich reklamieren, Hernes Namen in alle Welt zu tragen. Ein Song, den auf Tourneen die Menschen mitgröhlen, wie der Komponist und Texter immer wieder verblüfft feststellt. „In Cottbus wie auf dem Kreuzfahrtschiff“.

„Ich wohne so gerne in Herne“ ist eines von sechs Stücken auf der neuen EP von Helmut Sanftenschneider (47), die zusammen mit dem Soloprogramm „Ruhrpott-Banderas“ herauskommen soll.

Es ist das zweite Soloprogramm des Unterhaltungs-Multitalents nach „Currywurst und Kastagnetten“. Sanftenschneider hat sich dafür sogar einen Regisseur gesucht, den Stand-up-Komiker Heino Trusheim. Premiere ist am 12. September in den Flottmann-Hallen.

Für den klassischen Gitarristen mit Studium in Köln und Sevilla ist es die erste reine Musik-CD. „Ich habe bisher zwar schon Flamenco- oder Klezmer-Kompositionen beigesteuert“, sagt der Musiker. Komplett eigene Stücke hat er jetzt aber im „Kopfhörer“-Studio das erste Mal aufgenommen.

In Guntmar Feuersteins Studio entstehen unter anderem die Hörbücher des Kabarettisten Jochen Malmsheimer, aber auch Folk- und Akustik-Produktionen. Feuerstein ist durch zahlreiche Bandprojekte und u.a. als Hälfte des Kabarett-Duos Ape & Feuerstein bekannt geworden.

„Ich wohne so gerne in Herne“ wurde 2008 aufgenommen.

Mit Fotos von Sehenswürdigkeiten und Prominenz wie Jürgen von Manger oder Rudi Cerne bebildert, ist das 2.57 Minuten lange Stück seit 2012 auf der Videoplattform Youtube zu sehen.

Ein paar Kostproben?
„In Herne leuchten die Sterne / heller als anderswo / Herne, ich mag dich so“. „Ob aus der Nähe oder der Ferne / Hauptsache Herne“. „Zu dir muss man hin / du bist ein Hauptgewinn.“ „Herne du bist bekannt / besonders dein Arbeitsamt.“

EURE FAVORITEN