Öffentlicher Bücherschrank in Herner Innenstadt eingeweiht

Schon jetzt beliebt: Der Bücherstraße auf der Bahnhofstraße 40.
Schon jetzt beliebt: Der Bücherstraße auf der Bahnhofstraße 40.
Foto: Stadt Herne
Mitarbeiter der Werkstatt für Behinderte planten und setzten den Bau um. Jedes Fach ist vom Rollstuhl aus erreichbar. Passanten können Bücher tauschen.

Am Freitag hat das Forum Inklusion den öffentlichen Bücherschrank in Herne-Mitte eingeweiht. Er wurde von einer Arbeitsgruppe der Werkstätten für Behinderte gebaut und kann von jedem genutzt werden.

Im Schatten des alten Kirchturms können jetzt Bücher getauscht werden. Auf Höhe der Bahnhofstraße 40 soll nun jeder seine Bücher hinterlassen können, die er übrig hat und kann sich dafür solche herausnehmen, die er interessant findet. Es soll für jeden Geschmack etwas dabei sein. Eszter Gábor hat die Projektleitung des Forums. „Wir wollten hier etwas Nachhaltiges erschaffen, das auch ins Stadtbild passt“, erklärte sie im Gespräch. Auch wenn das Projekt Anfang nächsten Jahres endet, solle der Schrank dauerhaft bleiben. Es würde darauf geachtet, dass er immer genug Lesestoff beherberge.

Es seien derzeit rund 100 gut erhaltene Bücher in der Vitrine, die von acht Mitarbeitern einer Arbeitsgruppe aus den Werkstätten für Behinderte seit Frühjahr letzten Jahres geplant und gebaut wurde. Der Schrank sei daher so geschaffen, dass er barrierefrei für Jedermann zugänglich, leicht zu öffnen und zu schließen sei. Das obere Fach sei selbst noch vom Rollstuhl aus erreichbar. Björn Werner hat selbst daran mitgearbeitet: „Ich interessiere mich für Metall. Es hat Spaß gemacht, daran zu arbeiten.“

Mareike Finken arbeitet ebenfalls für das Forum Inklusion und leitet das Teilprojekt „Öffentlicher Bücherschrank“. Sie freute sich darüber, dass er gleich von Beginn an Aufmerksamkeit und Zuspruch erhalten habe. „Es blieben gleich einige Passanten interessiert davor stehen“, erklärte sie. Eine Frau habe vor der Einweihung bereits das erste Buch mitgenommen.

 
 

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