„Nimm mich mit, Alter!“

„Nimm mich mit, Alter!“ vom Theater Kohlenpott hat am 1. Juni Premiere in den Flottmann-Hallen. Nils Beckmann (v. li.), Wolfgang Amadeus Gericke, Till Beckmann spielen das Stück. Foto: Karl Gatzmanga / WAZ FotoPool
„Nimm mich mit, Alter!“ vom Theater Kohlenpott hat am 1. Juni Premiere in den Flottmann-Hallen. Nils Beckmann (v. li.), Wolfgang Amadeus Gericke, Till Beckmann spielen das Stück. Foto: Karl Gatzmanga / WAZ FotoPool
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Herne.. Alt und Jung verstehen sich nicht? Eine Freundschaft ist undenkbar? Um genau dieses Thema dreht sich das Theaterstück „Nimm mich mit, Alter“ des Theaters Kohlenpott, das am 1. Juni Premiere feiert in den Flottmann-Hallen.

Die Geschichte handelt von zwei Jungen, die einen 50 Jahre älteren Mann kennenlernen und sich über seine erlebten Abenteuer begeistern. Das Theaterstück erzählt die Geschichte von Wolfgang Amadeus Gericke. Der heute 80-Jährige spielt sich selbst. Er reiste sein gesamtes Leben durch die Welt und war immer auf der Suche nach dem nächsten Abenteuer. Ob nun Professor in Honolulu oder beim Bau einer Blockhütte in Kanada - die Sehnsucht nach Abenteuern ließ sich nie ganz stillen.

„Als ich eine ganze Weile in den Staaten gelebt hatte, wurde ich unfreiwillig nach Deutschland versetzt, um dort als Lehrer zu arbeiten“, erzählt Gericke. Genau an dieser Stelle beginnt das einstündige Theaterstück. Durch einen Zufall treffen die beiden Zehnjährigen Tom und Finn, (gespielt von Till und Nils Beckmann) auf den älteren Mann. Während Finn völlig aus dem Häuschen gerät über die erlebten Abenteuer des alten Mannes, will Tom nichts davon wissen. Seiner Meinung nach kann man nicht mit einem so viel älteren Mann befreundet sein. Das ist das Hauptthema.

Um beste Voraussetzungen zu schaffen, holte sich das Theater Kohlenpott Unterstützung von der Gesamtschule Erich-Fried. Theaterpädagogin Gabriele Kloke besuchte die Fünftklässler der Gesamtschule, arbeitete mit ihnen zum Thema Alter und gab die Vorstellungen der Kinder an die Schauspieler Till und Nils Beckmann sowie den Regisseur Frank Hörner weiter. Später durften die Schüler zu einer Probe kommen und den Schauspielern noch einige Anregungen geben. Fragen wurden auch gestellt. Die beliebteste der Kinder an Wolfgang Amadeus: „Wissen Sie, dass Sie wie Albert Einstein aussehen?“ Darüber muss der 80-Jährige schmunzeln. Schließlich hat er nicht nur die weißen Haare und den Schnauzbart, sondern ist ebenfalls Wissenschaftler wie Einstein.

Am Freitag, 1. Juni, hat das Stück um 19 Uhr Premiere in den Flottmann-Hallen. Für Schüler ab zehn Jahren eignet sich der Besuch des Theaterstücks. Gabriele Kloke sagt: „Vielleicht finden sich Großeltern mit ihren Enkeln zusammen hier bei uns ein.“ Eine Sonderaufführung gibt es noch am Mittwoch, 30. Mai. Dann sind die Lehrer Hernes eingeladen, sich das Stück als Vorpremiere kostenlos anzuschauen. Regisseur Frank Hörner meint: „Nur so kommen wir auch an die Schulen heran. Wenn die Lehrer das Stück für gut befinden, geben sie es an die Schüler weiter und dann schauen sich viele Jugendliche und Kinder das Stück an. Und für sie ist es nun mal geschrieben.“

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