Neues Radwegenetz geplant

Gesperrt  wegen Bauarbeiten ist derzeit die Fußgängerbrücke über die Autobahn 43. Foto: Joachim Haenisch
Gesperrt wegen Bauarbeiten ist derzeit die Fußgängerbrücke über die Autobahn 43. Foto: Joachim Haenisch
Foto: Haenisch / waz fotopool

Herne.. In den vergangenen Jahren ist auf dem Hibernia-Gelände und am Regenkamp viel passiert. Nun soll der nächte Schritt folgen: eine Radtrasse vom Flottmann-Gelände bis zur Dorstener Straße .

Jan Terhoeven, Hernes Baudezernent, spricht von einem „Jahrhundertprojekt“. Parallel dazu wird ein Bach verlaufen, der von einer Quelle nahe dem Flottmann’schen Skulpturenpark gespeist und dessen Wasser unweit des Gasometers in den Schmiedesbach gepumpt wird. Der erste Abschnitt dieses „Zulaufgraben Hibernia“ genannten Bachlaufs ist schon angelegt: zwischen Flottmann und Straße des Bohrhammers, allerdings ist das Bett noch leer.

Der Radweg entsteht entlang einer ehemaligen und teilweise demontierten Bahntrasse der Wanner-Herner Eisenbahn (WHE). Sie bildet für Radfahrer und Fußgänger eine direkte Ost-West-Verbindung abseits der großen Straßen. Der Weg wird die Autobahn 43 kreuzen, die Trasse soll – so sehen es die Planungen vor – an jener Stelle durch einen Tunnel führen. Diese Unterführung in Höhe der Feldkampstraße wurde einst von der WHE genutzt. Wann all das der Öffentlichkeit übergeben wird, ist noch ungewiss. Da die Stadt aber an Förderbedingungen gebunden ist, sollen die Maßnahmen bald, wohl schon im Herbst, beginnen.

Die Idee einer Radtrasse entlang der ehemaligen Bahnstrecke ist nicht neu. „Darüber haben wir schon vor 20 Jahren nachgedacht“, so Terhoeven zur WAZ. Indes: Bislang scheiterte das Projekt stets an ungeklärten Eigentümer-Verhältnissen. „Jetzt haben wir uns alle entscheidenden Rechte sichern können.“ Nur ein Problem steht der schönen neuen Radler-Welt noch entgegen: Der Bach soll durch die Kleingartenanlage Herne-Süd verlaufen (die WAZ berichtete) – und die Pächter, die aufgefordert wurden, ihre Parzellen dafür aufzugeben, sind gar nicht begeistert. Terhoeven ist indes zuversichtlich: „Wir müssen uns da irgendwie einigen.“

Im Zuge der Radweg-Pläne und des ebenfalls bevorstehenden Ausbaus der A 43 wird die Fußgängerbrücke über die Autobahn südlich der Anschlussstelle Herne-Eickel abgerissen. Spaziergänger sind zukünftig also auf den zu erschließenden Tunnel angewiesen, der ebenfalls auf das Hibernia-Gelände führen wird.

 
 

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