Neue Ideen für alte Hochbunker werden in Herne vorgestellt

Foto: WAZ FotoPool
Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben suchte in einem Wettbewerb nach Nutzungskonzepten für die Überbleibsel aus dem 2. Weltkrieg. Die Ergebnisse präsentiert sie nun in einer Wanderausstellung in Sodingen. Am Donnerstag wurde die Schau vorgestellt.

Herne..  Der Standort ist eigentlich vielversprechend - und doch ist das Gebäude ungenutzt: Der Hochbunker in Sodingen steht zentral, aber verlassen an der Mont-Cenis-Straße. Wie viele andere hat er in seiner ursprünglichen Funktion ausgedient und bislang keine neue. Wie Bunker anders genutzt werden könnten, zeigt seit gestern die Ausstellung „Kreative Konzepte für Hochbunker“.

Eine Champignonzucht? Ein Schwimmbad mit Saunalandschaft? Oder lieber ein Kulturgebäude mit Kinosälen und einem Theater? 24 Entwürfe, wie der Herner Hochbunker an der Schulstraße umgebaut werden könnte, präsentiert die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) im Hochbunker in Sodingen.

BImA will auf Ideen aufbauen

Die ausgestellten Konzepte sind Ergebnisse eines Wettbewerbs der BImA, die Bunker in Deutschland verwaltet und verkauft. „Wir haben nach einem Segment gesucht, in dem wir die Bunker platzieren können“, erklärt Michael Odenthal vom zentralen Marketing der BImA die Idee hinter dem Wettbewerb. Die Teilnehmer konnten vollkommen frei neue Konzepte für die Nutzung des Hochbunkers ausarbeiten. An der Ausschreibung beteiligten sich sowohl Architekten als auch Schüler und Studenten.

Der Siegerentwurf zeigt ein Mehrgenerationenhaus umgeben von Bäumen und einem Garten. Geht es nach dem Schöpfer, dem Hamburger Architekten Peer Janiak, sollen im Bunker Wohnungen für Senioren und Studenten entstehen sowie Räume für eine Kita. „Uns hat die Zusammenfügung der Generationen überzeugt, eine spannende Nutzung“, sagt Karlheinz Friedrichs, Herner Baudezernent und Mitglied der Wettbewerbsjury. Besonders beeindruckt war Friedrichs vom Konzept von Christoph Schmuck aus Berlin. Im Sinne der ursprünglichen Nutzung zeigt der Entwurf den Hochbunker als meditative Begegnungsstätte. Dort sollen die Besucher die Möglichkeit erhalten, über die Bedeutung des Gebäudes zu Kriegszeiten nachzudenken. „Man darf als Stadtplaner den Aspekt nicht aus den Augen verlieren, dass mit den Bunkern Lebensgeschichte verbunden ist“, sagt Friedrichs.

Auf die Entwürfe, die in der Ausstellung zu sehen sind, will die BImA aufbauen, so Odenthal. Gemeinsam mit der Technischen Universität Dortmund will die Bundesanstalt eine Lösung finden, wie Bunker wieder belebt werden können.

 
 

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