„Mode und Stoffe liegen uns einfach im Blut“

Bercin Altas betreibt an der Behrensstraße 8 ihr Geschäft „felippa“.
Bercin Altas betreibt an der Behrensstraße 8 ihr Geschäft „felippa“.
Foto: FUNKE Foto Services
Bercin Altas bietet in ihrer Boutique „felippa“ Damenmode. Ehemann Nebil ergänzt das Angebot mit seiner Änderungsschneiderei.

Herne..  Haben Sie auch Jeans für Wuchtbrummen?“ Marion Brünn aus Bochum betritt neugierig das Modegeschäft „felippa“ in der Behrensstraße 8. „Ich bin zum ersten Mal in diesem Laden, da habe ich mich sonst nie reingetraut. Ich dachte immer, dass ich vielleicht zu alt für sowas bin.“ Die Kundin kommt regelmäßig nach Herne, um ihre Tochter zu besuchen. Kürzlich verliebte sie sich in eine Hose im Schaufenster. Das Objekt der Begierde ist noch zu haben, die Freude, aber auch die Skepsis groß: „Ach, das sitzt doch bestimmt nicht oder was meinen Sie?“ Inhaberin Bercin Altas beruhigt die Kundin. Sie schaut genau hin, ob die Hose passt. „Wenn wir zwei Abnäher im Bund anbringen, sitzt es perfekt“, erklärt die 55-Jährige.

Im hinteren Bereich führt ihr Mann Nebil seine 20 Quadratmeter große Schneiderei, Änderungswünsche werden zügig erledigt. „Die fachliche Beratung hier überzeugt mich sehr, wie praktisch, wenn man die Klamotten auch gleich ändern lassen kann. Herne war doch tot. Ob Kik oder takko, eine andere Wahl gab es hier nicht. Hier sind viele Marken unter einem Dach“, sagt Brünn.

„Mein Mann und ich hatten immer schon den Wunsch, gemeinsam etwas in dieser Richtung zu machen, sobald unser Kind alt genug ist. Stoffe und schöne Mode liegen uns einfach im Blut“, erklärt Altas. Ihr Gatte stammt aus einer alten Schneiderfamilie, sein Vater war Maßschneider. Seit 30 Jahren arbeitet der studierte Maschinenbauer nun in diesem Beruf und führt so die Handwerkstradition fort.

Im Februar 2012 feierte das Ehepaar die Eröffnung, viele Marken im mittleren Preissegment stehen auf rund 45 Quadratmetern zur Auswahl. Nicht nur Kundinnen mittleren Alters werden hier fündig, auch junge Marken wie zum Beispiel „Taifun“ oder „Saint Tropez“ gibt es in den Größen 36 bis 46. „Ein Geschäft dieser Art fehlte noch, und wir dachten, wenn nicht jetzt, wann dann?!“

Die Inhaberin besuchte in Wanne die Schule, lebt und arbeitet sehr gerne in Herne. Die Aktivitäten der Geschäftsleute auf der Behrensstraße schätzt sie sehr und freut sich schon auf das Straßenfest am 12. Juni: „Es wird wieder einiges geboten und die Planung macht richtig Spaß.“ Gemeinsam mit dem Modegeschäft „Ben Seeberg“ steht zum dritten Mal eine große Modenschau auf dem Programm. Neben Damenmode gibt es bei „felippa“ auch modische Taschen und Accessoires.

Bleibt die Frage, wie es zu dem Namen kam? „Wir haben Monate lang überlegt und dann kam meine Nichte einfach auf die Idee: felippa klingt eben feminin und nach Mode und genau darum geht es bei mir.“

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