Mit Schwung starten Herner in den Frühling

Marlene Tessmer
Marlene Tessmer
Foto: Tabea Grossek
Ein Besuch imTierpark, eine Radtour oder bloß ein leckeres Eis - bei dem schönen Wetter zog es viele Menschen an die frische Luft.

Herne..  Blauer Himmel. Sonne. Über 20 Grad. In Herne und Wanne-Eickel lockte das Frühlingswetter am Freitag viele Menschen an die frische Luft. Während die einen draußen Gitarre spielten, besuchten andere den Tierpark oder nutzen die Gelegenheit für eine Radtour. Die WAZ hat sich bei Hernern und Wanne-Eickelern umgehört, wie sie das tolle Wetter nutzen.

Parks lockten Familien an

Im Gysenbergpark und im Volksgarten Eickel ließen sich überwiegend Familien die Frühlingssonne auf den Bauch scheinen. „Wir wollten eigentlich ins Lago gehen, dann haben wir uns spontan dazu entschlossen, das gute Wetter im Park zu genießen“, erzählte Katja Bremen aus Bochum. Mit ihrem Mann und den Kindern hat sie es sich auf einer Piknickdecke in der Sonne gemütlich gemacht.

Gepicknickt wurde auch im Volksgarten Eickel. Die U3-Gruppe des Kindergartens Kinderwelt Herne genoss ihren ersten Eltern-Kind-Ausflug auf dem im Park gelegenen Spielplatz. Bis in den frühen Nachmittag wurde geschaukelt, geklettert und gerutscht.

Auch die Ziegen, Kühe, Schweine und Pferde im gegenüberliegenden Minizoo konnten sich nicht über mangelndes Publikum beklagen. Vor allem die kleinen Besucher versorgten sie ausgiebig mit Streicheleinheiten.

Nichts los am Kanal

Am Rhein-Herne-Kanal ist der Frühling noch nicht so recht angekommen. Nur vereinzelt waren Radfahrer oder Angler vor Ort. Wagemutige Schwimmer waren keine in Sicht. „Ich verstehe gar nicht, warum kaum jemand am Kanal ist“, wundert sich Marlene Tessmer. „Sobald das Wetter einigermaßen gut ist, bin ich auf dem Rad unterwegs. Draußen ist es doch einfach herrlich“, sagt sie.

Gitarrenklänge in der Stadt

Einige Herner zog es allerdings nicht ins Grüne, sondern in die Innenstadt. Im Eiscafé Dolce Vita herrschte Hochbetrieb. Auch die Zwillingsschwestern Margareta und Frieda Busker, 54 Jahre alt, saßen gemütlich an einem Tisch und tranken ihren Latte Macchiato. Keinen Kaffee, sondern Erdbeereis gab es für Dennis Rüperhausen und seinen Sohn Luca. ,,Danach fahren wir in unseren Schrebergarten, um zu grillen“, erzählte der 32-Jährige.

Im Hintergrund hörte man Gitarren- und Mundharmonikaklänge von Manfred Lösel. Der 54-jährige Freiberufler aus Dresden ist bereits seit zehn Jahren Straßenmusiker und spielte bereits in Wien, Berlin und Grenoble. Bei dem guten Wetter zog es auch ihn an die frische Luft. ,,Ich spiele leidenschaftlich gerne Blues. Das ist handgemachte Musik.’’

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