Mieterverein sieht Wohnungsgigant mit Skepsis

Mit der Fusion der Deutschen Annington und Gagfah entsteht das größte deutsche Immobilienunternehmen mit rund 350 000 Wohnungen. In Herne zählen etwa 4500 Einheiten zum Bestand. Die WAZ sprach mit Tanja Falke vom Mieterverein Herne über mögliche Folgen für Bewohner in Herne.

1 Was ändert sich für Mieter mit der Fusion?

Aktuell bleibt zunächst alles beim Alten. Die Mietverträge haben Bestand, Mieterhöhungen sind ohne weiteres nicht möglich.

2 Also müssen sich die Mieter keine Sorgen wegen des Zusammenschlusses machen?

Im Gegenteil, wir befürchten nichts Gutes. Die Fusion wird den Unternehmen vielleicht kurzfristige Gewinne ermöglichen, aber wir sehen die Gefahr, dass langfristig die Mieter auf der Strecke bleiben, weil dringend erforderliche Reparaturen nicht ausgeführt werden. Das gilt insbesondere für Annington. Manche Mieter mussten trotz ihres Anspruches den Klageweg beschreiten.

3 Aber Annington hat doch gerade 80 Wohnungen für 1,8 Millionen Euro saniert.

Das mögen punktuelle Maßnahmen sein, weil in den vergangenen 20 Jahren ein Sanierungsstau aufgelaufen ist. Viele Annington-Häuser in Herne sind nicht auf einem vernünftigen Stand.

 
 

EURE FAVORITEN