Malteser übten Evakuierung in Flüchtlingsheim

Der Malteser Hilfsdienst hat vor wenigen Tagen eine Evakuierungsübung an der Flüchtlingsunterkunft an der Dorstener Straße durchgeführt. Kurz nach 15 Uhr löste Einrichtungsleiter Florian Klein den Probealarm in der Flüchtlingsunterkunft aus. Mit einem schrillen Signalton und automatischen Durchsagen in vier Sprachen wurden die Bewohner aufgefordert, die Sammelpunkte auf dem Gelände aufzusuchen.

Professionelle Zusammenarbeit

Sicherheitsdienst und Malteser arbeiteten professionell Hand in Hand. Unverzüglich wurden Notausgänge geöffnet, Zelte geräumt, hilfsbedürftige Personen begleitet und Bewohner auf Vollständigkeit gezählt. Auch ein Team von Sanitätern stand für einen schnellen Eingriff bereit. Die derzeit 273 untergebrachten Gäste folgten den Anweisungen des Personals ruhig und besonnen. Letztlich wurden auch sie auf die bevorstehende Übung informiert. Nach knapp 15 Minuten meldeten die Betreuer „Alle Bewohner vollständig evakuiert“.

Einrichtungsleiter Florian Klein und Markus Fischer, Leiter Notfallvorsorge der Malteser im Ruhrgebiet, zeigten sich zufrieden. Bewohner, Sicherheitsdienst und Betreuer hätten wie geplant reagiert und gehandelt. Das erstellte Evakuierungskonzept habe gegriffen. „Derartige Übungen werden auch zukünftig in regelmäßigen Abständen wiederholt“, betont Florian Klein. „Nur durch routinierte Abläufe, die im Rahmen einer solchen Übung immer wieder trainiert werden, kann man im Ernstfall schnell und kompetent handeln.“

Regelmäßige Wiederholung geplant

Über den geplanten Abläufen und Fluchtwegen hinaus wurden bei dieser Übung auch die technischen Einsatzmittel der Unterkunft überprüft. „Neben Signalleuchten und Durchsagetechnik benötigen wir bei einer Evakuierung auch mobile Barcode-Scanner, mit deren Hilfe die Bewohnerausweise gescannt werden. So haben wir jederzeit einen aktuellen Überblick über die tatsächliche Anzahl der Evakuierten und können notfalls sofort nach fehlenden Personen suchen“, erläutert Markus Fischer.

Auch die Bewohner zeigten für das Übungsszenario Verständnis und applaudierten den Helfern bei Übungsende für den Einsatz.