Malerei hilft Tiefs zu überwinden

Falko Herlemann
Am Donnerstag, 28. Februar 2013, eröffnen v.l. Anne Neumann, Roswitha Arenz, Rita Schmit, Berthold B. Knopp und Susanne Skusa die Ausstellung der Burnout-Malgruppe im Schollbrockhaus. Foto: Franz Luthe/WAZ Fotopool
Am Donnerstag, 28. Februar 2013, eröffnen v.l. Anne Neumann, Roswitha Arenz, Rita Schmit, Berthold B. Knopp und Susanne Skusa die Ausstellung der Burnout-Malgruppe im Schollbrockhaus. Foto: Franz Luthe/WAZ Fotopool
Foto: WAZ Fotopool
Die Bournout-Malgruppe „Seelenfarben“ stellt ab 3. März im Schollbrockhaus aus. Die Mitglieder treffen sich wöchentlich in der Petrus-Kirchengemeinde.

Herne.  Zu malen angefangen hat Susanne Skusa erst im Krankenhaus. Dort half ihr die Kunsttherapie, ihre Depressionen zu behandeln. Nach dem Aufenthalt wollte sie weiter machen und gründete im November 2011 die Malgruppe „Seelenfarben“, die sich jeden Dienstag im Gemeindehaus der Petrus-Kirchengemeinde trifft. Schnell war sie nicht mehr allein. Neun Mitglieder der Gruppe stellen ab Sonntag im Schollbrockhaus aus.

Kommt man in das alte Fachwerkhaus, ist der Besucher erst einmal überrascht. Ihn empfangen farbenfrohe Landschaften, bunte Blumen, Szenen aus Afrika und Tierbilder. Dann sind da genau beobachtete Autos und Motorräder, fein mit Tusche gezeichnet. Aber auch bunte, abstrakte Kompositionen, die ganz aus der Farbe leben, finden sich in der Ausstellung. Auf irgendwelche Stile oder künstlerischen Techniken will sich keiner festlegen. Da gibt es Aquarelle, Zeichnungen, Ölbilder und Pastelle. Mal wird sehr expressiv gemalt, dann aber auch wieder ganz naturalistisch, mal abstrakt, und dann wieder gegenständlich.

Manchmal arbeiten alle an einem gemeinsamen Thema. „Ob einer an Burnout oder Depressionen leidet, sieht man unseren Bildern nicht an“, da sind sich alle sicher. Aber genau so wissen sie, dass die Malerei ihnen weitergeholfen hat, schlimme Zeiten und Leiden in ihrem Leben zu überwinden. „Wir tauschen uns bei unseren Treffen aus“, fängt der eine an zu erzählen. Meist ginge es bei ihren Treffen aber eher lustig zu, finden alle. Da wird jedem geholfen, sei es bei der Malerei oder auch durchs Zuhören. „Wir sind schon in der kurzen Zeit eine gute Gemeinschaft geworden“, erklärt Susanne Skusa. Und jeder Einzelne werde beim Malen immer besser. Da pflichten ihr die anderen gerne bei.

Die Ausstellung der Malgruppe „Seelenfarben“ wird am Sonntag um 11.30 Uhr im Schollbrockhaus eröffnet. Zu sehen sind die Arbeiten von Roswitha Arenz, Werner Kellner, Berthold Knopp, Anne Neumann, Franz Josef Pannozzo, Thomas Rehrmann, Rita Schmit, Susanne Skusa, Beate Tobias. Öffnungszeiten (bis 17. März): montags bis freitags von 14 bis 17 Uhr, samstags, sonntags 11 bis 13 und 14 bis 17 Uhr.