Lüfter sollen Gräfte-Düfte im Sommer eindämmen

2009 ist die Gräfte um Schloß Strünkede mit hohem Aufwand entschlammt worden. Wegen der hohenKkosten seien solche Aktionen aber nur mit größeren zeitlichen Abständen möglich, so die Stadt.
2009 ist die Gräfte um Schloß Strünkede mit hohem Aufwand entschlammt worden. Wegen der hohenKkosten seien solche Aktionen aber nur mit größeren zeitlichen Abständen möglich, so die Stadt.
Foto: Winfried Labus
Müll und Modder in der Gräfte von Schloß Strünkede will der zuständige Fachbereich der Stadt Herne in der nächsten Zeit beseitigen, so Pressesprecher Horst Martens auf Anfrage der WAZ. Im Sommer sollen Lüfter strenge Gräftedüfte eindämmen.

Herne.  Udo Bethke ist ein sportlicher Mann und dreht regelmäßig seine Runden durch den Park von Schloß Strünkede. „Das ist ja alles sehr schön geworden nach der Renovierung und wird auch sehr gut von der Bevölkerung angenommen“, hat er bei seinen Trainingstouren immer wieder festgestellt.

Ein paar Dinge schildert er im WAZ-Lesercafé jedoch, die ihm negativ aufgefallen sind. „Nach stärkerem Regen“, sagt er, „steht der Eingang vor der Schlosskapelle unter Wasser, Hochzeitsgesellschaften haben kaum eine Chance, trockenen Fußes in die Kapelle zu kommen.“ Vermutlich, so Bethke, seien die Gullys verstopft und hätten eine Reinigung nötig. Die wäre seines Erachtens auch an der Gräfte im Bereich des Minigolfplatzes angebracht, wo sich einiges an Plastikmüll im Wasser finde. An manchen Stellen sei die Gräfte auch ziemlich versottet, was im Sommer sicher wieder zu Gestank führen werde.

Um Plastikmüll und verstopfte Gullys wolle sich der zuständige Fachbereich in der nächsten Zeit kümmern, so Horst Martens vom städtischen Presseamt. Eine komplette Entschlammung der Gräfte sei jedoch nicht möglich. „Das haben wir im Jahr 2009 mit hohem Aufwand getan“, so Martens. Von Februar bis April seien damals 6000 Kubikmeter Schlamm aus den Wassergräben geholt worden. In den Sommermonaten sollen jetzt aber wieder zwei Lüfter in den Außengräften zum Einsatz kommen, um möglichen Gestank einzudämmen.