Leber-Experte: Hepatitis C bis 2040 ausrotten

„Durch eine gemeinsame nationale Anstrengung könnte die Hepatitis C-Infektion mit ihren oft schwerwiegenden Folgeerkrankungen bis 2040 in Deutschland weitgehend ausgerottet werden“, sagt Dr. Dietrich Hüppe vom Berufsverband der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte.

Seit der Zulassung von neuen Wirkstoffen 2014 könne Hepatitis C bei mehr als 90 Prozent der Infizierten vollständig ausgeheilt werden. Damit die Erkrankung überhaupt aus dem Alltag verschwinden könne, müsse die Übertragung der Viren effektiv unterbunden werden, so der Herner Experte. Dies könne durch ein Screening-Programm vergleichsweise einfach und effizient erreicht werden, weil die Risikogruppen gut charakterisiert seien. Wenn alle Virusträger erfasst und nach den aktuellen Standards behandelt würden, könne die Weiterverbreitung unterbrochen werden. „Wir niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte sagen: Lasst uns die Ärmel hochkrempeln und dem Leid der Patienten ein Ende bereiten“, betont Hüppe.

Hüppe ist auch Organisator des 19. Herner Lebertages, der heute von 17.30 bis 21 Uhr im VHS-Saal im Kulturzentrum stattfindet. Zahlreiche Experten werden Vorträge zu unterschiedlichen Aspekten von Lebererkrankungen halten. Für Besucher ist der Eintritt kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 
 

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