Kulturstrolche bewegen sich „von der Farbe zur Form“

Ausstellung der Kulturstrolche in der Künstlerzeche Unser Fritz. „Von der Farbe zur Form -Kultur in unserer Stadt“ war das zentrale Motto.
Ausstellung der Kulturstrolche in der Künstlerzeche Unser Fritz. „Von der Farbe zur Form -Kultur in unserer Stadt“ war das zentrale Motto.
Foto: Haenisch / waz fotopool
Zehn Klassen, 249 Bilder und ein Projekt: Grundschüler zeigten ihre Arbeiten in der Künstlerzeche Unser Fritz

Herne..  „Guck mal, das hab ich gemalt!“ Stolz präsentiert Mert (9) sein Kunstwerk. Darauf ist eine der Skulpturen vom Gelände der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3 zu sehen. Dominierend ist blau. „Meine absolute Lieblingsfarbe“, sagt Mert. Sein Bild ist eines der 249 Kunstwerke von den Schülern zehn Herner Grundschulklassen der Schulen an der Schul-, Michael- und Claudius­straße. Sie wurden am Wochenende in der Künstlerzeche präsentiert.

Die Ausstellung ist eines der Ergebnisse des Projekts „Kulturstrolche“. Unter der Leitung von Gabriele Kloke vom Kulturbüro Herne besuchen die Schüler von zehn Grundschulen regelmäßig Herner Kulturstätten, um sich mit Kunst und Kultur vertraut zu machen. Diesmal waren sie in der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3 unterwegs. Von November bis Januar besuchten 249 Schüler die alte Zeche. Die Kinder gingen auf Entdeckungstour durch die Gebäude und über das Gelände - immer auf der Suche nach Skulpturen. Dabei erfuhren sie von den Kursleitern Erika Porsch und Werner Reiers alles über die Zeche und ihre Vergangenheit. Nach einer Pause ging es dann an die eigenen Werke.

Die Grundfarben sollten in Schichten auf die Leinwände aufgetragen werden. Schließlich wurden die zuvor entdeckten Skulpturen zu den Motiven der Kinder und in die nasse Farbe gekratzt. Dabei konnten die Schüler ihrer Fantasie freien Lauf lassen. „Die Kinder sollten ganz frei und ohne Vorgaben malen, was sie gesehen hatten“, so Reiers. „Das schult die Kreativität.“ Gerade das stieß bei den jungen Künstlern auf Begeisterung. „Man konnte keinen Fehler machen“, stellt Abdul (10) fest. So entstanden 249 völlig unterschiedliche Kunstwerke, die nach Schulklassen sortiert ausgestellt wurden.

Kursleiterin Erika Porsch ist zufrieden. „Eine wunderbare Erfahrung mit vielen ausgelassenen Kindern.“

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