Kirsten Mikus lud in Herne zum „Currywurstmonstranzenbasteln“

Künstlerin Kirsten Mikus präsentiert selbst gebastelte Currywurstmonstranzen.
Künstlerin Kirsten Mikus präsentiert selbst gebastelte Currywurstmonstranzen.
Foto: WAZ FotoPool
Die 48-jährige Bochumerin ist Künstlerin und vor allen Dingen leidenschaftliche Missionarin des Currywurstizismus. Zu Ehren des Kultimbisses veranstaltete sie am Freitag in der „Sonne“ in Herne einen kreativen Abend der besonderen Art. Auch Veganer kamen auf ihre Kosten.

Herne..  „Keep calm and Curry on“ steht unter einem roten Totenkopf auf dem T-Shirt von Kirsten Mikus (48). Sie ist staatlich geprüfte Bekleidungstechnikerin, Künstlerin und vor allen Dingen leidenschaftliche Missionarin des Currywurstizismus. Deshalb lud sie am Freitagabend in die Kulturgaststätte „Die Sonne“ zum Currywurstmonstranzenrudelbasteln. Die Monstranz – aus dem Christentum entliehen – soll nicht etwa dazu dienen, sich über das katholische Brauchtum lustig zu machen. Einzig die Currywurst soll verherrlicht werden.

Im Veranstaltungsraum der „Sonne“ liegen auf den Tischen Zeitungen als Bastelunterlage. Einige fertige Monstranzen aus gelbem Papier mit kleiner Wurst im Strahlenkranz stehen schon auf Theke und Klavier. Ein Rednerpult, ausgekleidet mit rotem Samt und mit einer Wurst auf goldenem Grund versehen, wird zum Mittelpunkt des Abends, als Kirsten Mikus die Bühne betritt.

„Currylulia!“ ruft sie mit Inbrunst und begrüßt so die Gäste, die sie davon überzeugen möchte, das die Currywurst viel mehr ist als ein Happen für zwischendurch. Als Symbol für Energie und Schaffenskraft der Ruhrstadt bezeichnet sie das Imbissgut. Wenn man über einen längeren Zeitraum keine Currywurst zu sich nehme, drohe gar „Wurstnesie“, Gedächtnisverlust durch Currywurstmangel.

Dabei spiele es keine Rolle ob die Wurst nun aus Schwein ist oder völlig vegan: Auf der Speisekarte der „Sonne“ stehen zum Anlass Neuland-Currywurst und vegane Currywurst. Auch eine Fisch-Currywurst für den Freitag schlägt Mikus vor.

Die Veranstaltung soll der Anfang einer Bewegung sein. Den Bastelbogen für die Monstranz, der in mehrfacher Ausführung an die Gäste verteilt wird, hat die Bochumerin Kirsten Mikus selbst entworfen. Der Currywurstizismus soll zwar eine freie Bewegung bleiben, die ohne Rituale auskommt, das „Vater Unser“ und das christliche Glaubensbekenntnis hat die Künstlerin aber dennoch auf die Wurst in Sauce umgeschrieben. Nach der glühenden Ansprache heißt es dann aber: Monstranzen basteln – auch mit Glitzerkleber.

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