Kirmes-Award für „Hangover“: Nervenkitzel beim freien Fall

Schausteller Ewald Schneider junior (19) auf dem „Hangover“
Schausteller Ewald Schneider junior (19) auf dem „Hangover“
Foto: Ralph Bodemer
Ewald Schneiders „Hangover“ wurde als „Bester auf Crange 2015“ ausgezeichnet. Juniorchef (19) stellte das Fahrgeschäft vor.

Herne..  Mit seinen 85 Metern ist der jüngste Spross nicht zu übersehen. Gerade ein Jahr alt, hat der „Hangover“ der Schaustellerfamilie Schneider jetzt schon einen Preis eingebracht: Ewald Schneider bekam rückwirkend für 2015 den Titel „Bester auf Crange“ verliehen. Der Kirmes-Award geht jedes Jahr an ein Kirmesgeschäft, das die Jury überzeugt hat, wobei nicht allein Technik beeindruckt. Auch das Almhütten-Dorf oder Steinmeisters Bierpavillon sind schon ausgezeichnet worden. Was zählt, seien „Innovation, Qualität und Zugkraft“ sagt Kirmessprecher Timo Krupp.

„Bei uns geht’s immer nach oben“, sagt Ewald Schneider junior, der beim Pressegespräch seinen Vater vertritt. Denn der ist mit dem Power Tower 2 schon unterwegs auf der nächsten Kirmes. Seit fast 20 Jahren ist die Familie mit Freifalltürmen im Geschäft. Power Tower 2 brachte es auf 66 Meter Höhe, auch mit dem Power Tower 1 waren die Schausteller aus München schon auf der Cranger Kirmes. „Für uns ist das eine große Ehre, mit dem Preis ausgezeichnet zu werden“, sagt Ewald Schneider, mit 19 Jahren schon voll in das Geschäft eingebunden. „Wir stehen ja schon lange auf Crange. Das freut uns ungemein.“

Auch im Hyde Park in London

Den „Hangover“ hat Ewald Schneider senior 2014 in Österreich bauen lassen. 2,3 Millionen Euro kostete der Turm ohne Zugmaschine und Kassen, alles inklusive sind es drei Millionen Euro. Einzigartig ist der Tower in mehrfacher Hinsicht: Eine sich drehende Gondel fährt wie ein Korkenzieher nach oben und kann an verschiedenen Stellen angehalten werden. Der freie Fall ist nichts für schwache Nerven: Die Gondel saust mit einer Geschwindigkeit von 25 Metern pro Sekunde in die Tiefe.

Für Aufbau und Abbau braucht Ewald Schneider trotz der komplexen Technik nur jeweils einen bis zwei Tage. Sechs Lkw fahren den „Hangover“ dann zur nächsten Kirmes, zehn Monate im Jahr. Von der Allerheiligenkirmes in Soest bis zum Hyde Park in London ist alles dabei. Von November bis Anfang Januar wird dort das „Winter Wonderland“ aufgebaut, auch dort hat der Juniorchef im vergangenen Winter den neuen Turm vorgestellt. Das Publikum sei dort ganz anders, hat Ewald beobachtet. „Da sind sehr viele Touristen. Die sind sehr ängstlich.“

 
 

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