Kinder in Herne bauen eine Stadt aus Lego-Teilen

Kinder der Klassen eins bis fünf waren aufgerufen, in der Markuskirche eine Stadt zu erschaffen. Auch Luis Lindemannn (li.) gab den Baumeister.
Kinder der Klassen eins bis fünf waren aufgerufen, in der Markuskirche eine Stadt zu erschaffen. Auch Luis Lindemannn (li.) gab den Baumeister.
Foto: Ralph Bodemer
Kinder aus Herne haben eine Lego-Stadt erbaut: Drei Tage lang wurde die Sodinger Straße zur Plastik-Baustelle.

Herne..  Flughafen, Stadion, Feuerwache, Leuchtturm – alles in einem Raum. Der Gemeindesaal der evangelischen Stadtmission Markuskirche wurde für drei Tage zweckentfremdet: Die Legostadt hat sich breit gemacht. Ein jährliches Ritual.

„Es ist jedes Mal etwas Neues“, sagte Nils Langenberg, Organisator des Bauspaßes und Pastor der Kirchengemeinde. An drei Tagen durften die angemeldeten 30 Kinder eine bunte Stadt aufbauen. „Am letzten Tag waren auch die Eltern eingeladen mitzubauen“, so Langenberg. Viele Eltern waren diesem Ruf gefolgt, begleiteten ihre Kinder und halfen beim Bau von Häusern und Fahrzeugen. „Mein Sohn beschäftigt sich zuhause eher weniger mit Lego, aber ich baue immer noch sehr gerne“, sagte Sven Pforr, der mit seinem Sohn Nikolai die Feuerwache aufbaute.

„Das Spannende ist, dass wir nicht nach Vorgaben von Lego bauen, sondern die Baupläne selbst entwickelt worden sind, die Kinder bauen nach einer Fotoanleitung“, sagte der Pastor. Die Schwierigkeitsgrade waren deshalb auch sehr unterschiedlich. Der neunjährige Finn und der zehnjährige Liam trauten sich an Bauwerke heran, die als besonders schwer gelten – das Stadttor und das Landhaus: „Das Schwierigste an dem Landhaus ist das Dach, da man die Steine von innen aufsetzen muss“, sagte Finn mit Auskenner-Wissen.

Wenn Kinder und Eltern nicht weiter wussten, war Langenberg zur Stelle: „Da ich seit einigen Jahren die Legostadt in Schulen aufbaue, kann ich das mittlerweile ganz gut und kann bei jedem Gebäude schnelle Hilfe bieten.“ Dabei hatte er als Kind kaum Kontakt mit Lego. Anders als die Kinder, die sich an den Bauwerken versuchten: Cindy (10) und Rebecca (11) bauen regelmäßig mit Lego und versuchten sich deshalb am Leuchtturm: „Wir dachten, das wird richtig schwer, aber es ist eigentlich einfach“, sagte Rebecca.

Stolze Bauherren

Die Mädchen und Jungen waren sichtlich stolz, wenn sie ein Projekt fertig gestellt hatten. „Für die Kinder ist es ein schönes Gefühl, im Team so etwas Großes zu schaffen und gleichzeitig zu wissen, was man selbst dazu beigetragen hat“, so Langenberg.

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