KiK-Stiftung weist Vorwürfe zurück

Künftig unter neuer Leitung: der Kidstreff der Stiftung „help and hope“ an der Bismarckstraße 105.  Foto: Joachim Haenisch / WAZ FotoPool
Künftig unter neuer Leitung: der Kidstreff der Stiftung „help and hope“ an der Bismarckstraße 105. Foto: Joachim Haenisch / WAZ FotoPool
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Die in die Kritik geratene Stiftung „help and hope“, getragen von dem umstrittenen Textildiscounter KiK, reagiert auf Vorwürfe. Ehemalige Mitarbeiter und Mütter hatten die Arbeitsbedingungen im „Kidstreff“ in Herne bemängelt.

Herne.. Die Stiftung „help and hope“ weist die Kritik von Eltern und ehemaligen Mitarbeitern des Kidstreff zurück. Und: Es sei „ein Skandal“, wie hier auf politischer Ebene und durch die Berichterstattung mit einer gemeinnützigen Organisation sowie deren Stifterin und Partnern umgegangen werde, erklärt Kai-Uwe Lindloff, Vorstandsvorsitzender der maßgeblich vom Textildiscounter KiK getragenen Stiftung „help and hope“.

„Die im Rahmen der Berichterstattung erhobenen Vorwürfe bezüglich der Arbeitsbedingungen im Kidstreff entbehren jeder Grundlage“, so Lindloff in seiner schriftlichen Stellungnahme. Auf konkrete Vorwürfe von Müttern und ehemaligen Mitarbeitern geht er nicht ein, sondern nimmt vielmehr den freigestellten Kidstreff-Leiter Michael Pfister ins Visier.

„Trotz mehrfacher Gespräche und Aufforderungen des Stiftungsvorstands mit dem Leiter ist dieser den inhaltlichen und persönlichen Anforderungen an seine Tätigkeit leider nicht nachgekommen“, so der Vorstandsvorsitzende. Daraufhin habe dieser eigenständig gekündigt. „Uns liegen Informationen vor, nach denen die Mitarbeiter vom bisherigen Einrichtungsleiter dazu aufgefordert wurden, zu kündigen und schlecht über die Stiftung als Arbeitgeber zu sprechen, was zur Freistellung des Leiters führte.“

Dieser Vorwurf sei nicht wahr, entgegnet Michael Pfister auf WAZ-Anfrage. Er habe keine Kidstreff-Kollegin zur Kündigung aufgefordert. Das habe er sich von allen Mitarbeiterinnen auch schriftlich geben lassen, nachdem ein Anwalt der Stiftung diese Vorwürfe in einem Brief an ihn erhoben hatte.

„help and hope“ will am Kidstreff festhalten

„Entsetzt“ und „befremdet“ ist Berndt Turke, Leiter der Janosch-Förderschule. Rund 20 bis 25 Kinder seiner Schule suchten bisher regelmäßig den Kidstreff auf, so der Pädagoge. „Diese Einrichtung ist ein Segen für unsere Schule.“ Er finde es fatal, dass interne Angelegenheiten öffentlich ausgetragen würden - „auf dem Rücken der Kinder, die hier instrumentalisiert werden“, so Turke. Wenn etwas vorgefallen sei, so müsse man dies intern klären. Er hoffe, dass der Kidstreff bestehen bleibt.

Dies sicherte „help and hope“ am Dienstag ausdrücklich zu: Man wolle am Kidstreff festhalten, so Lindloff. Dabei stehe die Leitung der Einrichtung durch eine ausgebildete Fachkraft an erster Stelle. Eine Diplom-Pädagogin habe die Leitung übernommen. Der Kidstreff werde sich auch weiterhin mit kostenlosen Angeboten auf die Betreuung von Kindern aus dem sozial benachteiligten Umfeld konzentrieren.

Durch die Art der Berichterstattung werde „denen am meisten geschadet, für die wir uns alle einsetzen und einsetzen sollten, nämlich für die Kinder“.

 
 

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