Kathy Kelly begeisterte in der Stephanuskirche

Gast in Holsterhausen: Kathy Kelly.  Foto: Monika Kirsch / WAZ FotoPool
Gast in Holsterhausen: Kathy Kelly. Foto: Monika Kirsch / WAZ FotoPool
Foto: WAZ FotoPool

Herne.. Große Hits und Kirchenchor-Klassiker: Das Kelly-Family-Mitglied Kathy Kelly machte auf ihrer „Godspel-Tour“ in der Stephanuskirche Halt. Die Besucher waren begeistert.

Kathy Kelly singt Leonard Cohens Hit nach, und im Refrain wabert ein mehrstimmiges „Halleluja“ durch die Stephanuskirche. Gleich ist erstmal Schluss, das wissen sie und müssen es zum Anlass genommen haben, noch mal alles zu geben. Wieder und wieder hauchen die Fans den Lobgesang gemeinschaftlich ins Kircheninnere, dann reißt es sie plötzlich von den Holzbänken. Sie klatschen, sie johlen. Stehende Ovationen – dabei ist gerade mal Pause.

„Godspel-Tour“ hat Kathy Kelly ihre Europa-Tournee genannt und soviel gleich vorneweg: Das Wortspiel ist Programm. Seit Anfang der Nullerjahre, als ihre Band The Kelly Family den Zenit überschritten hatte, ist die Musikerin solo unterwegs, macht in Folk, Flamenco, Rock und nicht zuletzt in Gospel. Vom Pianisten Andreas Recktenwald unterstützt, steht sie am Freitagabend auf der Bühne in Holsterhausen, im Hintergrund flackern die Altarkerzen, davor wippt Kelly. Allein mit ihrem Stimmvolumen füllt sie die gut besetzte Kirche aus, und würde das Mikrofon mal streiken – so wie gleich zu Beginn ihre Gitarre –, bemerken würde es wohl kaum niemand.

Das Publikum ist im Gros nicht jung genug, um alter „Kellys“-Fan zu sein, gekommen ist, wer technisch hochversierten Gospel-Sound mag oder Mitglied der Gemeinde ist. Die präsentiert sich eindrucksvoll mit dem hauseigenen Chor Voices of Joy, zum Auftakt alleine, später noch im Zusammenspiel mit Kelly. Es geht um Engel und Teufel, Gott, Jesus, Glaube, Liebe, Hoffnung. „Engelsmensch“ heißt die aktuelle Single der amerikanisch-irischen Sängerin, die spielt sie; genauso wie „An Angel“, den Riesenhit der Kelly Family, allerdings: übersetzt ins Spanische.

Gute zweieinhalb Stunden steht Kathy Kelly auf der Bühne, zum Schluss gibt es moderne Kirchenchor-Klassiker: „Amazing Grace“, „Go down Moses“ und „Glory, glory, Halleluja“. Im Publikum stehen sie da längst wieder.

 
 

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