Herne

Junge aus Herne ergattert seltene Kirmes-Fahrchips

Yannick (8) bekam gestern am Riesenrad von Oscar Bruch Ehrenkarten. Die nahm er in seine Fahrchips-Sammlung auf.
Yannick (8) bekam gestern am Riesenrad von Oscar Bruch Ehrenkarten. Die nahm er in seine Fahrchips-Sammlung auf.
Foto: FUNKE Foto Services
Yannik Tschirch (8) sammelt Kirmes-Chips. Nach einem WAZ-Bericht konnte er seine Sammlung nun erweitern. Mit besonderen Exemplaren.

Herne.  Während andere Kinder und Erwachsene ihre Fahrchips auf der Kirmes am liebsten gleich auf den Kopf hauen, nimmt Yannick Tschirch sie lieber mit nach Hause. Knapp 1600 der bunten Plastikchips hat er mittlerweile auf Rummelplätzen in Deutschland und der weiteren Umgebung gesammelt. Seit dem Beginn seiner Sammelleidenschaft vor zwei Jahren war Yannick auf der Suche nach einem besonders seltenen Exemplar: dem Ehrenchip des Riesenrads „Bellevue“. „Die sind wirklich schwer zu bekommen“, hatte der Achtjährige vor Beginn der Kirmes im Gespräch mit der WAZ gesagt – und es nun endlich geschafft.

„Ich habe in der Zeitung gelesen, dass Yannick die Ehrenkarten sammelt“, berichtete Richard Krolzig, Mitarbeiter des Unternehmens Oscar Bruch, das unter anderem auch das Bellevue- und das in diesem Jahr auf Crange vertretene Riesenrad betreibt. Der Junge habe schon auf verschiedenen Rummelplätzen nach den Ehrenchips gefragt, aber nie Glück gehabt, „also habe ich unser Archiv auf den Kopf gestellt“. Erfolgreich: Am Montag überreichte er Yannick ein Exemplar.

Eigentlich Freikarten für Gäste

Ehrenkarten, also besonders bedruckte Fahrchips, seien eigentlich schlicht als Freikarten für Gäste und Kooperationspartner konzipiert und nicht zum sammeln, erklärte er. Mittlerweile vergehe aber kein Tag, an dem nicht jemand nach den Karten frage. „Wir haben sie aber immer nur im Kassenhäuschen, wenn gerade jemand eins eingelöst hat“, so Krolzig weiter. Im normalen Fahrbetrieb gebe es in den Riesenrädern nämlich nur ausgedruckte Papiertickets.

Vier Editionen der Ehrenkarten habe es seit 1995 gegeben, erklärte der Riesenrad-Mitarbeiter und übergab dem Jungen ein Exemplar von jedem. „Danke“, sagte Yannick etwas schüchtern und bewunderte die neusten Teile seiner Sammlung. Mit ihm freute sich Vater Daniel. Gemeinsam mit Mutter Kerstin unterstützt er das ungewöhnliche Hobby des angehenden Viertklässlers. „Uns macht es auch Spaß, so häufig auf die Kirmes zu gehen“, gab er zu. In die Sammlung nehme die Familie nur Chips von Fahrgeschäften auf, die sie auch gesehen oder gar ausprobiert habe.

 
 

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