Jugendliche Schauspieler entwickeln Stück über Freundschaft

„Kein Wort zu niemandem“: Das Junge Ensemble 14+ des Theaters Kohlenpott hat in den Flottmannhallen ein selbst enrtwickeltes Stück präsentiert. Foto: Gero Helm / WAZ FotoPool
„Kein Wort zu niemandem“: Das Junge Ensemble 14+ des Theaters Kohlenpott hat in den Flottmannhallen ein selbst enrtwickeltes Stück präsentiert. Foto: Gero Helm / WAZ FotoPool
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Das Junge Ensemble 14+ des Theater Kohlenpott feierte am Freitag mit dem selbst entwickelten Stück „Kein Wort zu niemandem“ Premiere in den Flottmann-Hallen.

Herne.. Mimi ist total euphorisch, denn sie hat eine neue Schwester, nein Stiefschwester. Juli ist eifersüchtig auf Felicitas. Lucy ist enttäuscht, dass Alex ihr scheinbar nicht so stark vertraut wie anderen Freundinnen. Leas und Caros Freundschaft wird auf die Probe gestellt, so sagen es die Sterne. Leonie ist in Tim verliebt, Tim aber nicht in sie. Und alle vermissen Hanna, zu deren Clique alle gehören. Denn Hanna verbringt ein paar Monate in Kanada.

Neun Mädchen und ein Junge vom Jungen Ensemble 14+ des Theater Kohlenpott erzählen in ihrem Stück „Kein Wort zu niemandem“ die ganz normalen Alltäglichkeiten einer Gruppe von Jugendlichen. Freundschaft, Liebe, Schwärmereien, Eifersucht, Enttäuschungen, Rivalitäten und kleine Geheimnisse – keine Clique kommt ohne Reibereien aus. Am Freitag feierte das Herner Jugendtheater Premiere in den Herner Flottmann-Hallen. Insgesamt dreimal präsentieren sie dem Flottmann-Publikum ihr Stück.

Neun der Darsteller agieren live auf der Bühne, erzählen ihrem Publikum ihre kleinen Geschichten. Und Hanna, obwohl weit weg in Kanada, mischt kräftig mit. Zwar ist sie nur per Video auf großer Leinwand zu sehen, im Zeitalter von Internet und Online-Telefon übt sie aber in Zwiegesprächen mit ihren Freunden trotz der Entfernung noch großen Einfluss auf ihre Clique in der Heimat aus.

Die Zuschauer erhalten einen tiefen Einblick in die Funktionsweise einer Gruppe befreundeter Jugendlicher und in das Gefühlsleben der einzelnen Freundeskreis-Mitglieder.

Einzelne Geschichten

Vor ihnen bleibt einfach kein Geheimnis sicher, auch wenn es in den Gesprächen immer wieder heißt: „Aber denk dran, kein Wort zu niemandem.“

Viele kleine Einzelgeschichten verdichten sich in „Kein Wort zu niemandem“ zu einem Ganzen. Aus dem dynamischen Gewusel aller Darsteller lösen sich immer wieder Zweier- und Dreiergruppen, lassen durch kurze Gespräche die Zuschauer hinter die Kulisse ihrer Clique gucken.

Die Szenerien wechseln zwischen dem Wohnzimmer von Alex, kreuz und quer über die Bühne laufenden Jugendlichen und einem Stuhl, von dem aus einige der Jugendlichen via Internet mit Hanna kommunizieren.Um eine Frage dreht sich das Stück. Droht die Clique zu zerbrechen, jetzt wo Hanna nicht da ist? Denn einig sind sich alle: „Ohne Hanna ist alles anders.“ Der Zuschauer weiß jedoch schon mehr als die einzelnen Jugendlichen: Hanna plant ein Wiedersehen – mit allen zusammen, in Kanada.

 
 

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