Jürgen Grislawski stellt neue Grafikmappe zum Fußball aus

Der Künstler Jürgen Grislawski stellt  seine Grafikmappe in der Gaststätte „Heinrich“ aus.
Der Künstler Jürgen Grislawski stellt seine Grafikmappe in der Gaststätte „Heinrich“ aus.
Foto: FUNKE Foto Services
Von Fallrückziehern und roten Karten: Der Wanne-Eickeler Künstler hat elf Blätter zusammengestellt und im „Heinrich“ in Wanne-Eickel präsentiert.

Herne..  Zum zweiten Mal hat der Herner Künstler Jürgen Grislawski in der Wanner Kneipe „Heinrich“, Heinrichstraße 5, eine neue Grafikmappe vorgestellt. Die Linolschnitte kreisen um das Thema Fußball. „Zauberfußball sieht anders aus“ heißt die Grafikmappe, und natürlich sind es elf Blätter. Nach dem Stadionbesuch trifft man sich zum Ausklang gerne in der Kneipe, erzählt Jürgen Grislawski: „Kneipe und Fußball gehören für mich einfach zusammen.“

Die einzelnen Blätter sind konsequent mit zwei Farben gedruckt. Am unteren Bildrand taucht immer eine grüne Fläche auf, die das Bild blockhaft abschließt. Darüber tobt das Spiel. Jürgen Grislaswski hat sich auf markante Szenen aus dem Spiel konzentriert. Da versucht sich ein Spieler an einem Fallrückzieher. Trifft er? Da wird auch schon mal mit den Armen gearbeitet und der Gegner in einen unfairen Ringkampf verwickelt. Sieht es der Schiri? Der Torwart hechtet einem scharf geschossenen Ball hinterher. Vergeblich? Nicht fehlen darf der Schiedsrichter, der sich hoch in seiner ganzen Größe aufreckt, um einem Spieler die rote Karte zu zeigen. Raus! Der Hintergrund - der Platz – bleibt immer im Dunklen.

Jürgen Grislawski hat die Spielszenen auf einfache Formen reduziert. Es schafft es dennoch, die Dynamik der Bewegungen in den Blättern einzufangen. Die Umrisse der Spieler sind mit wenigen Konturlinien gekennzeichnet, die Trikots mit sparsamen Linien angerissen. Die Blätter leben aus den starken schwarz-weiß Kontrasten. Was ihnen vielleicht ein wenig fehlt, sind die ironischen Anspielungen und Brüche, die man von Jürgen Grislawski sonst kennt.

Welcher Verein hier nicht immer Zauberfußball spielt, wird auf den Blättern nicht deutlich. Für welchen Verein Jürgen Grislawski ins Stadion geht, wird spätestens deutlich, wenn Eckard Koltermann zur Eröffnung aufspielt. Unterstützt durch Ralf Kaupenjohann am Akkordeon improvisiert der Herner Musiker am Saxophon: „Ein Leben lang“.

Es muss ja nicht gleich eine Dauerkarte für das Stadion sein. Jürgen Grislawskis Grafikmappe „Zauberfußball sieht anders aus“ kann man schon für 120 € erwerben.

 
 

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