Jane Franklin und die Jazz Allstars swingen zu Weihnachten

Jane Franklin trat mit den Jazz Allstars in den Flottmann-Hallen auf
Jane Franklin trat mit den Jazz Allstars in den Flottmann-Hallen auf
Foto: WAZ FotoPool
Bekannte amerikanische Songs wie „Santa Claus is coming to town“ oder „Let it snow“ prägten die jüngste Ausgabe von „Jazz in Herne“ in den Flottmann-Hallen. Zu Gast war diesmal die amerikanische Sängerin Jane Franklin. Sie ließ mit den Jazz Allstars weihnachtliche Gefühle aufkommen.

Herne..  Weihnachtliche Gefühle kamen Sonntagabend in den Flottmann-Hallen auf. Tannenzweige und Lichterketten waren an den Säulen angebracht, und im hinteren Hallenabschnitt hing ein großer Adventskranz. Auf der Bühne präsentierten die Jazz Allstars und Sängerin Jane Franklin amerikanische Weihnachtslieder in jazzigen und swingenden Arrangements.

„Winter Wonderland“ leitet Saxofonist Erasmus Wegmann mit einigen Melodiemotiven ein, dann kommt Pianist Sven Bergmann dazu. Das Fundament aus Kontrabass und Schlagzeug bilden an diesem Abend Uli Bär und Ralf Bornos. An der Gitarre ist Felix Krampen zu hören. „In genau dieser Besetzung werden wir jetzt im Dezember noch weitere weihnachtliche Konzerte geben“, erläutert Bär. „Premiere hat das Programm jetzt aber hier in Herne.“ Die Arrangements der Stücke stammen von Pianist Bergmann und Jane Franklin.

Franklin ist der besondere Gast an diesem Abend, kann Erfahrungen als Schauspielerin und Opernsängerin vorweisen. Wohl aufgrund technischer Probleme ist sie in der ersten Hälfte des Abends nur schlecht zu hören. Der Gesang kommt gegen das intensive Spiel der Musiker nicht an. Die wiederum machen ihre Sache sehr gut, Wegmann spielt leidenschaftlich und Bergmanns Soli kommen mal wie Schneeflocken, mal wie ein Wintersturm über das Publikum.

Das Programm hat auch Besucher in die Hallen gelockt, die sonst eher weniger Jazzkonzerte besuchen. Roland und Kornelia Gesing gehören dazu. „Die Verbindung aus Weihnachtssongs und Swing hat uns gereizt und wir wurden bisher nicht enttäuscht. Die Kombination passt wunderbar“, erzählen die beiden.

Nach der Pause erklingen weitere bekannte amerikanische Songs, wie „Santa Claus is coming to town“ und „Let it snow“ von Sammy Cahn und Jule Styne. Letzterer wurde 1945 an den heißesten Tagen des Jahres verfasst, erzählt Franklin. Als Zugabe gibt es mit „Leise rieselt der Schnee“ einen deutschen Klassiker - stilsicher haben die Musiker dazu Nikolausmützen und Rentiergeweihe aufgesetzt und entlassen das Publikum mit besinnlich-warmen Klängen in den Winterabend.

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