Inklusion in Herne soll weiter vorangetrieben werden

Forum Inklusion Herne: Abschlussveranstaltung bei der VHS.
Forum Inklusion Herne: Abschlussveranstaltung bei der VHS.
Foto: Barbara Zabka / Funke Foto Services
Die Förderung des Herner Forums Inklusion endet im Februar. Die Akteure stellen ihre Projektergebnisse vor.

Herne..  Gefördert von der Aktion Mensch, haben Caritasverband, Diakonie und Stadtsportbund (SSB) Herne seit Februar 2015 verschiedene Inklusionsprojekte durchgeführt. Bevor die Förderung des „Forum Inklusion“ im Februar kommenden Jahres endet, haben die Beteiligten am Freitag bei einer Abschlussveranstaltung in der Volkshochschule am Kulturzentrum die Ergebnisse ihrer Arbeit präsentiert und weitere Pläne vorgestellt.

„Sport ist prädestiniert für Themen wie Inklusion und Integration“, sagte Bernd Westemeyer vom SSB. Im Teilprojekt „Sport ohne Grenzen“ seien die Teilnehmer deshalb nicht nur gemeinsam aktiv geworden, sondern hätten auch einen Leitfaden für inklusive Sportveranstaltungen und eine digitale Stadtkarte mit Sportangeboten erstellt.

„Ziel ist, dass sich Menschen mit und ohne Behinderung begegnen“, betonte auch Agnieszka Schmiczyk, die das Projekt „Alltagsbegleitung“ koordinierte. Dabei sei es darum gegangen, Menschen mit Behinderung in Praktika in Senioreneinrichtungen zu vermitteln. Sieben Personen hätten in den vergangenen Monaten bereits ein Praktikum gemacht.

Von Anfang an seien am Forum Inklusion Männer und Frauen mit und ohne Behinderung beteiligt gewesen, berichtete Gesamt-Projektleiterin Eszter Gábor. So hätten auch an den Projekten „Öffentlicher Bücherschrank“ und „Öffentlichkeitsarbeit“ Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven mitgewirkt.

Jene vielseitigen Interessen habe man versucht, im Inklusionsplan der Stadt zu berücksichtigen, betonte auch Stadtmitarbeiter Klaus Marquardt. Der Plan, der Ende November vom Rat beschlossen werden könnte, sollte zu einer barrierefreien Stadt führen, „einer Stadt für alle.“ Um das LWL-Museum für Archäologie barriereärmer zur gestalten, habe die Arbeitsgruppe „Inklusive Ideen“ den Multimedia-Guide des Museums um Videos mit Gebärdensprache erweitert. Geplant sei dies auch für Schloss Strünkede. Auch nach Ende der offiziellen Förderung, so betonten die Aktiven, möchten sie die Inklusion mit weiteren Projekten vorantreiben.

 
 

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