Immer ein gutes Pils für Promis bei Horst Baxmeier

Fussball-Nationaltorwart Manuel Neuer war schon ein paarmal zum Tennis spielen und Essen bei Horst Baxmeier.
Fussball-Nationaltorwart Manuel Neuer war schon ein paarmal zum Tennis spielen und Essen bei Horst Baxmeier.
Foto: Haenisch / Funke Foto Service
Horst Baxmeier steht seit 33 Jahren hinter der Theke des TC Grün-Weiß Herne und weiß, wie man richtig zapft. Manuel Neuer, Uwe Seeler und Ingrid Steeger waren Gäste.

Herne..  Seit 1961 ist Horst Baxmeier als Gastronom selbstständig. Begonnen hat alles mit seinem Restaurant „Parkterrassen“, das schnell zum Vereinslokal des damals großen Fußballvereins „Westfalia Herne“ wurde. Viel erlebt hat der heute 75-Jährige auch im „Clubhaus“ des Tennisclubs Grün-Weiß Herne, das er seit 33 Jahren leitet.

Horst Baxmeier ist ein Mann der alten Schule. Ein Bier mit einer ordentlichen Krone zapfen, so wie er es früher gelernt hat – das schätzen seine Gäste. „Ein gut gezapftes Bier braucht vier bis fünf Minuten. Da muss auch fünf oder sechs Mal nachgezapft werden“, erklärt er das Geheimnis seiner Zapfkunst, die nicht nur die Vereinsmitglieder kennen.

Viel Prominenz besuchte den Herner Gastronomen in seinen Lokalen - von Manuel Neuer über Helmuth Rahn und Uwe Seeler bis Rudi Cerne. „Deine Parkterrassen kennt jeder von Hamburg bis München“, sagte einst sein guter Freund und Wembley-Torhüter Hans Tilkowski. Und wer bei dem Herner Wirt zu Gast war, hat ihn nicht so schnell wieder vergessen. „Ich habe aus fast jedem Land der Erde eine Karte der Fußballnationalmannschaft bekommen“, so Baxmeier, der die von allen Spielern unterschriebenen Postkarten stolz zeigt. Und die waren nicht an den Verein gerichtet, sondern an Horst Baxmeier persönlich.

Schwer war das für den Postboten, der ihm gestand, dass er sehr mit sich kämpfen musste, um die wertvollen Sendungen wirklich abzugeben.

Sogar zu einem Benefizspiel, bei dem eine Allstar-Mannschaft gegen das deutsche Nationalteam antrat, reiste er mit nach Sylt und nahm dort auf der Trainerbank Platz. „Ich habe Otto Waalkes eingewechselt. Das war nicht meine beste Entschei-dung“, schmunzelt der Gastronom.

Es kam auch schon mal vor, dass er die Stars an seiner Theke nicht erkannte. An einem Abend habe eine Frau die ganze Zeit im Weg gestanden „Der hab ich dann gesagt ‘Schätzchen, geh doch mal zur Seite’, und dafür den überraschten Blick eines Freundes geerntet. Das war nämlich nicht irgendeine Frau, sondern Fernsehstar Ingrid Steeger“, erzählt Baxmeier lachend.

Als er die gastronomische Seite vom Fußball zum Tennis wechselte – nachdem der Herner Tennisclub ihn zwei Wochen bekniete –, erweiterte sich der Kreis seiner wichtigen Gäste. „Ich bin jedes Jahr zum Endspiel in Wimbledon eingeladen“, sagt der Gastronom. Hingegangen ist er nie, aber die Delegation aus Wimbledon besucht den TC Grün-Weiß Herne und ihn jedes Jahr. „Die spielen hier Tennis, und danach kommen sie zu mir. Meistens wollen sie ein Bier und eine Himbeere“, verrät Baxmeier, der natürlich nicht das Obst, sondern den daraus gebrannten Schnaps meint.

Viele Gäste, die ihn heute besuchen, kennt der Gastronom schon von – deren – Kindesbeinen an: „Die habe ich alle aufm Arm geschaukelt“, weiß Baxmeier. „Das sind alles meine Kinder, die mich heute noch oft nach Rat fragen, worüber ich mich immer sehr freue.“ Und auch sie lieben ihren Wirt, der gerne seine Erfahrung mit ihnen teilt und Geschichten von früher erzählt.

Ein Herner Original und Wirt mit Herz und Seele – das ist Horst Baxmeier. Zwischen 13 und 14 Stunden steht er täglich in seinem Lokal. Wie lange der 75-Jährige noch Gastronomie betreiben will? „Solange es Spaß macht!“

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