Im Cranger Festzelt klopfen Schlagerherzen im Gleichklang

Da tobt der Saal: Schlagersänger Norman Langen in der Festhalle der Cranger Kirmes.
Da tobt der Saal: Schlagersänger Norman Langen in der Festhalle der Cranger Kirmes.
Foto: FUNKE Foto Services
  • Die WAZ hat in diesem Jahr zwei Schlagerherz-Partys auf der Kirmes organisiert
  • Elf Schlagerstars traten am Dienstag sechs Stunden lang vor 15.000 Fans auf.
  • Zuschauer standen auf den Bänken und feierten

Herne..  Ein Abend der Superlative beim dritten WAZ-Schlagerherz in der Cranger Festhalle, ehemals Bayernzelt: Elf Schlagerstars, sechs Stunden Partymarathon und mehr als 1500 feierwütige Schlagerfans, die bereits um Viertel vor sieben auf den Bierbänken standen, die roten Klatschstangen aneinander hauten und lauthals mitsangen. Frank Neuenfels moderierte die Veranstaltung und trat um kurz vor halb zehn selbst mit einem Medley aus „Kölschen Hits“ auf.

Um halb sieben betraten der Herner Andi Robitzky und Tom Reese aus Essen als Duo „Neon“ als erster Show Act die Festbühne. Als erstes aufzutreten, ist ja eigentlich nicht leicht, aber: „Das ist unglaublich, vom ersten Moment an ging hier das Publikum ab“, freuten sich die beiden. Hier aufzutreten, sei eine ganz besondere Ehre für ihn, sagte Robitzky, der das Singen im „Invitation“-Chor der Herner Musikschule lernte und von klein an zur Cranger Kirmes geht. Die zwei im Neon-Outfit begeisterten mit ihrer neuen Single „Loslappie“.

Für richtig Stimmung sorgten auch die „Cappuccinos“ mit gecoverten Schlager-Klassikern wie „Viva Colonia“ oder „Ich bau’ dir ein Schloss“. Markus Becker, der Mann mit dem roten Cowboyhut, eigentlich von der Grippe gebeutelt, lieferte wie immer eine dynamische, solide Show ab – und die Menge hustete zu „Hörst du die Regenwürmer husten“ mit, bei seinem „Ich bin ein Pandabär“ standen tatsächlich 95 Prozent der Besucher auf den Tischen und sangen mit. Antonia aus Tirol begeisterte mit ihrer Reibeisenstimme zu Songs wie „Jailhouse Rock“, das hätte man der jungen Frau gar nicht zugetraut.

Frank Neuenfels kündigte um Viertel vor zehn mit großem Tam-Tam Newcomerin Jenny Frankhauser an, die Schwester von Daniela Katzenberger: Er habe sich nun extra ein Jackett angezogen, um die nächste Top-Sängerin von Weltrang anzukündigen, die gerade mit ihrem Lied auf Platz 12 der iTunes-Charts stehe. Nach diesen und weiteren vollmundigen Ankündigungen waren die Besucher konsterniert, als Jenny Frankhauser mit zwei Tänzerinnen die Bühne betrat. Das Problem: Man hörte sie so gut wie gar nicht, da sie sehr leise sang.

Der Ton-Techniker zog den Mikrofon-Ton hoch, um ihren Gesang lauter zu stellen, deshalb gab es unangenehme Rückkopplungen. Daraufhin verließen ungefähr 50 Personen erst mal das Festzelt. „Als man dann mal ihren Gesang gehört hat, war es krumm und schief“, meinten auch Magdalena Voß und ihr Freund Marcel Buschek. Die zwei zeigten sich auch enttäuscht von G.G. Anderson, der um halb elf auftrat, da er im Gegensatz zu anderen wie Antonia aus Tirol oder Jörg Bausch die Menge nicht zum Feiern animierte, sondern den Auftritt nach „Schema F“ absolvierte, wie das Paar meinte. Auch G.G. Anderson hatte zu Beginn seines Auftrittes Probleme mit dem Ton.

Norman Langen zum Abschluss

Den gebührenden Abschluss der Mammut-Veranstaltung am Dienstag, dem ersten von zwei Schlagerherz-Abenden, sicherte Norman Langen, der als letzter Sänger am Dienstag Abend um Viertel nach elf auftrat. Das Publikum feierte zu seinem Song „Pure Gold“ und zu den Liedern seines neuen Albums „Die geilste Zeit“. „Der Norman hat noch mal richtig Stimmung gemacht“, freute sich auch Walter Sieke aus Hagen.

 
 

EURE FAVORITEN

Deshalb gibt es den Aldi-Äquator

Deshalb gibt es den Aldi-Äquator

Beschreibung anzeigen