Hilfe nach Brustkrebs – Herner Herzkissen-Gruppe sucht weitere Mitglieder

Unter den Arm geklemmt: So trägt frau ein Herzkissen. Die Herner Herzkissen-Gruppe wirbt um weitere Mitglieder.
Unter den Arm geklemmt: So trägt frau ein Herzkissen. Die Herner Herzkissen-Gruppe wirbt um weitere Mitglieder.
Foto: Winfried Labus / FotoPool
Die Herner Gruppe „Aktiv gegen Brustkrebs“ wirbt um Mitglieder und Spender. Ihr Prinzip: Selbst genähte Kissen in Herzform sollen Frauen nach einer Operation helfen.

Herne. Das Problem ist, sagt Nathalie Lelek, „wir sind relativ unbekannt“. Deshalb will ihre Gruppe nun stärker in der Öffentlichkeit in Erscheinung treten. „Aktiv gegen Brustkrebs“ heißt sie. 15 bis 20 Frauen machen mit, sie stellen sogenannte Herzkissen her. Das sind tatsächlich herzförmige Kissen, speziell angefertigt für Krebspatientinnen. Sie sollen sich die Kissen unter den Arm klemmen, um so den von der Brustnarbe ausgehenden Druck- und Wundschmerz zu lindern.

Seit 2013 existiert die Gruppe in Bochum, jetzt expandiert sie nach Herne. „Wir arbeiten bereits mit dem EvK an der Wiescherstraße zusammen“, so Lelek. Die 27-Jährige – gelernte „Fachkraft im Fahrbetrieb“ bei der Bogestra – hofft auf Kontakte zu Spendern, die den Näherinnen Stoff zukommen lassen. Lelek kam durch Zufall zu der Gruppe: „Ich war auf der Creativa-Messe in Dortmund, da gab es einen Stand mit Herzkissen. Da mein Papa an Krebs gestorben ist, wollte ich mitmachen.“ Die Kissen stellt die Gruppe Krankenhäusern zur Verfügung – „wenn Kliniken sie anbieten, nutzen die Patientinnen sie auch“.

Idee stammt aus dem USA

Die Kissenidee stammt aus den USA. Bereits 2010 gründete sich eine Herner Herzkissen-Gruppe, sie belieferte unter anderem das St.-Anna-Hospital. Ob die Gruppe noch aktiv existiert, ist unklar: Die Internetseite wurde seit über zwei Jahren nicht mehr aktualisiert, telefonisch war am Donnerstag niemand erreichbar. „Von einer anderen Gruppe“, so Lelek, „weiß ich nichts.“