Heynckes geht, Dürdoth auch

Redaktion
Peter Hugo Dürdoth (rechts) in Aktion - hier im Kampf gegen den Feinstaub im Wanner Norden. Der 65-Jährige zog sich jetzt aus der aktiven Politik zurück.
Peter Hugo Dürdoth (rechts) in Aktion - hier im Kampf gegen den Feinstaub im Wanner Norden. Der 65-Jährige zog sich jetzt aus der aktiven Politik zurück.
Foto: WAZ
Bayern verneigt sich vor Jupp Heynckes, die Herner Grünen vor Peter Hugo Dürdoth: zwei Urgesteine verabschiedeten sich in dieser Woche.

Jupp geht, Peter Hugo auch

Den Abschied der Woche feierte — keine Frage – Bayern-München-Coach Jupp Heynckes, der am Dienstag in den wohlverdienten Ruhestand gegangen ist. Die Herner Grünen verbinden mit dem Wort „Abschied“ in dieser Woche einen ganz anderen Namen, denn: Grünen-Urgestein Peter Hugo Dürdoth, sachkundiger Bürger im Schulausschuss, scheidet wie parteiintern angekündigt mit Erreichen des 65. Lebensjahres aus der Kommunalpolitik aus. Seine Nachfolgerin im Ausschuss wird Grünen-Sprecherin Susanne Marek. Das teilte der Kreisverband am Dienstag, fast zeitgleich zur Heynckes-Pressekonferenz, mit. „Schweren Herzens“ habe man ihn gehen lassen, so die Grünen. Peter Hugo Dürdoth war nicht nur erster Oberbürgermeister-Direktkandidat seiner Partei in Herne, sondern unter anderem auch Fraktionssprecher im Rat und Bundestagskandidat. Er tritt zwar nicht wie der Bayern-Trainer mit einem Triple zurück, doch mit etwas Fantasie kann man durchaus von einem „Double“ sprechen. Gemeint ist die jüngste Wiederwahl von Bildungsdezernentin Gudrun Thierhoff (Grüne) und die Fertigstellung des Schulentwicklungsplans für die Sekundarstufe I und II.

In aller Kürze

Inhaltlich gab die Ratssitzung am Dienstag nicht viel her, und doch wird sie wohl in die Geschichte der Stadt Herne eingehen: Mit gut acht Minuten dürfte die Sitzung nämlich die bisher kürzeste aller Zeiten gewesen sein. Und es ist nur schwer vorstellbar, dass diese Marke in Zukunft noch unterboten werden kann.

Politik als Schauspiel

„Viel erreicht, viel zu tun“ heißt ein kleines Heft, das am Sonntagabend den geladenen Gästen der 150-Jahr-Feier der SPD in den Flottmann-Hallen überreicht werden soll. Der frühere Parteivorsitzende Franz Müntefering hat darin Originaldokumente berühmter Persönlichkeiten der SPD-Geschichte zusammengetragen und kurz kommentiert. Wie man diese Texte mit schauspielerischen Mitteln auf die Bühne bringen kann, das haben Nils und Till Beckmann (Theater Kohlenpott) in Auftrag der SPD für den Flottmann-Festakt erarbeitet. Man darf gespannt sein.