Herner WAZ wusch 2014 keine schmutzige Wäsche

Können Sie die Gardinen abnehmen, waschen und wieder aufhängen? Diese Frage stellte nicht die einzige kuriose Randnotiz im Redaktionsalltag 2014 dar.
Können Sie die Gardinen abnehmen, waschen und wieder aufhängen? Diese Frage stellte nicht die einzige kuriose Randnotiz im Redaktionsalltag 2014 dar.
Foto: WAZ
Randnotizen aus dem Redaktionsalltag des vergangenen Jahres: Wenn Leserihrer WAZ (zu) viel zutrauen und Lehrer in den Ruhesand gehen.

Herne..  Was vom Jahr 2014 übrig blieb.

Randnotizen aus dem Redaktionsalltag: Fundstücke, Stilblüten und Kurioses des abgelaufenen Jahres.

Die Sache mit den Gardinen

Der WAZ ist alles zuzutrauen - das dachte sich offenbar eine ältere Dame, die sich mit folgendem Hinweis telefonisch in der Redaktion meldete: Ihre Gardinen müssten abgenommen, gewaschen und wieder aufgehängt werden. Das Vertrauen ehrt uns, doch ehrlich gesagt: Vom Waschen schmutziger Wäsche lassen wir lieber die Finger - nicht nur in Sachen Politik.

Formulierungsleiden

Wahr ist: Nordic Walking kann bei Erkrankungen wie Venenleiden, Bluthochdruck und chronische Bronchitis helfen. Unwahr ist: Schon allein das Anbieten von freien Plätzen in Nordic-Walking-Gruppen wirkt sich positiv auf den Gesundheitszustand aus - auch wenn es aufgrund einer (hoffentlich) nicht chronischen Formulierungsschwäche so in der WAZ vermittelt worden ist.

Namen sind Schall und Rauch

Fast schon chronisch ist dagegen der Satz, zu dem sich die Kollegin mit dem nicht ganz einfachen Namen Alexandra Kuszlik in Telefonaten immer wieder genötigt sieht: „Ich buchstabiere mal: K - u - s - z -l -i -k.“ Was passiert, wenn sie auf diese Erklärung verzichtet, wurde jüngst offenbar. Eine Herner Einrichtung beschriftete das Fax an die Kollegin mit den Worten. „Info für Frau Kuschelig“.

Ruxolitinib hilft

Aus der Rubrik „Pressemitteilungen, die die WAZ-Lokalausgabe nicht braucht“, Folge 247. Ein rheinisches Medienbüro mailte uns: „Anbei erhalten Sie die aktuelle Pressemitteilung von . . .-Haircoaching zur Publikation der Studie mit dem Wirkstoff Ruxolitinib bei Alopecia Areata in Nature Medicine“. Dass die männlichen Redaktionsmitglieder dies persönlich nahmen und nach Lesen der Mail erst einmal einen prüfenden Blick in den Redaktionsspiegel warfen sowie anschließend „Ruxolitinib“ googelten, ist aber nur ein Gerücht.

Hallo Esther

Von den Tücken der Technik konnte eine Pressesprecherin im Jahr 2014 ein (Klage-)Lied singen - schickte sie doch eine persönliche Mail offenbar auch über ihren dienstlichen Mail-Verteiler heraus. Die Frage „Hallo Esther ist die Einladung so i.O.? Weiß nicht, ob ich dabei sein kann ... . Bitte um RR! LG, . . .“ konnten und wollten wir leider nicht beantworten, weil es in der WAZ keine Esther gibt und wir uns nicht angesprochen fühlten.

Samtpforten und Alkleider

Irren ist menschlich: „Samtpforten“, „Alkleidersammlung“ und „Lehrer im Ruhesand“ blieben den WAZ-Lesern 2014 erspart, weil diese Tippser beim Redigieren in der Redaktion gerade noch korrigiert werden konnten (das gelang leider nicht immer). Tröstlich zu wissen, dass der Fehlerteufel auch anderswo zuschlägt - sogar in Pressemitteilungen zum Komplex Rechtschreibung/Alphabetisierung, in denen im vergangenen Jahr von „zentrale Regeln auffischen“ und „läd ein“ die Rede war.

Namen sind Schall und Rauch

Zugegeben: Auch 2014 hat die Herner WAZ nicht alle Namen richtig geschrieben. Wir geloben - erneut - Besserung! Ist es eine Form der Rache, dass auch wir in Briefen und Mails an die Redaktion dran glauben mussten?

So mutierte Redaktionsleiter Michael Muscheid zu „Meinolf Muscheid“ oder „Herr Mushold“. Ein Politiker verlor aufgrund der Vornamenflut in „Lars-Oliver Christoph“ den Überblick und schrieb „Christoph Philipp“ an.

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