Herner Verein Ruhrwerk sammelt Spenden bei Benefiz-Gala

Michael Klein, Trainer für Selbstverteidigung (am Mikro), erläutert sein Konzept im Gespräch mit Cordula Klinger-Bischof (Ruhrwerk), Nicole Nowak (Haranni-Gymnasium), OB Frank Dudda und Moderator Jochen Schübel (v.l.).
Michael Klein, Trainer für Selbstverteidigung (am Mikro), erläutert sein Konzept im Gespräch mit Cordula Klinger-Bischof (Ruhrwerk), Nicole Nowak (Haranni-Gymnasium), OB Frank Dudda und Moderator Jochen Schübel (v.l.).
Foto: Martens
  • Palette der Projekte reicht vom Reiten bis zur Flüchtlingshilfe
  • Ruhrwerk sammelte im vergangenen Jahr 60 000 Euro
  • OB kündigt an, dass die Mercator-Stiftung Herne fördern will

Herne..  Herne haftet ja seit Jahren ein graues Image an. Doch es gibt Anlässe, da leuchtet die Stadt. Am vergangenen Samstag verbreitete die Spendengala des Vereins Ruhrwerk ihren Glanz. Mehr als 400 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft genossen im festlichem Rahmen eines Traditions-Autohauses in Wanne einen entspannten Abend, pflegten ihre Netzwerke oder knüpften neue Kontakte.

Doch der Abend diente nicht allein der Unterhaltung, sondern in erster Linie der Hilfe. Denn Ruhrwerk hat es sich seit seiner Gründung 2009 zum Ziel gesetzt, benachteiligten Kindern zu helfen. Das ist in den vergangenen Jahren eindrucksvoll gelungen. 300 Kinder und Jugendliche werden Woche für Woche in unterschiedlichen Projekten unterstützt. Die Palette reicht vom heilpädagogischen Reiten für Kinder aus Grund- und Förderschulen, über Nachhilfe für Jungen und Mädchen aus dem evangelischen Kinderheim, Tanztraining zur Verbesserung der Sprach- und Lesefähigkeit, der Rechtschreibung und Konzentration, bis zu zwei Willkommensklassen für Flüchtlinge aus Syrien, Gewaltprävention an mehreren Herner Schulen, Kochkurse für minderjährige Mütter, oder ein Projekt beim Circus Schnick Schnack (die WAZ berichtete mehrfach). „Die Projekte orientieren sich an Mädchen und Jungen, die aus körperlichen, geistigen oder sozialen Gründen eine Unterstützung der Gemeinschaft besonders benötigen“, erläuterte Ruhrwerk-Vorstandsvorsitzende Cordula Klinger-Bischof die Zielrichtung. Ohne Spenden wäre diese Unterstützung nicht möglich - zum Glück fließen diese reichlich. Im vergangenen Jahr sammelte Ruhrwerk bei Unternehmen, Institutionen, aber auch Privatpersonen insgesamt rund 60 000 Euro für seine Arbeit.

Stadt ab 2017 bei Ruhr-Futur

Auch OB Frank Dudda lobte die Arbeit des Vereins: „Ich lebe gerne in einer Stadt, in der man sich nicht nur um das eigene Wohl kümmert, sondern auch denjenigen Hilfe gibt, die sie benötigen. Ohne diese beeindruckende Hilfe könnten wir vieles nicht lösen.“

Doch Dudda hatte nicht nur Lob mitgebracht, sondern auch eine Nachricht: Die Mercator-Stiftung habe ihm mitgeteilt, dass sie das Herner Bildungsnetzwerk, das zu den größten seiner Art im Ruhrgebiet gehört, in Zukunft fördern wolle. Herne könnte Bestandteil von Ruhr-Futur werden, einer gemeinsamen Bildungsinitiative, die das Land, die Mercator-Stiftung und der RVR bereits in Dortmund, Essen, Gelsenkirchen, Herten und Mülheim an der Ruhr gestartet haben, sagte Dudda auf Nachfrage der WAZ-Redaktion. Nach den Herbstferien würden ein Vertreter von Ruhr-Futur und RVR-Direktorin Karola Geiß-Netthöfel Herne besuchen. Es sei möglich, dass Herne in die Förderphase rutscht, die 2017 beginnt.

 
 

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