Herner SPD-Fraktion feiert Premiere mit Empfang im Park’s

Dank des schönen Wetters konnte die SPD-Ratsfraktion ihren Jahresempfang am Mittwochabend im Biergarten des Park-Restaurants durchführen. Vorne rechts: Fraktions-Chef Udo Sobieski.
Dank des schönen Wetters konnte die SPD-Ratsfraktion ihren Jahresempfang am Mittwochabend im Biergarten des Park-Restaurants durchführen. Vorne rechts: Fraktions-Chef Udo Sobieski.
Foto: FUNKE Foto Services
Der Neujahrsempfang ist tot, es lebe der sommerliche Jahresempfang: Die SPD-Fraktion feierte am Mittwochenabend im Park’s eine gelungene Premiere.

Herne.  Eine (fast) rundum gelungene Premiere hat die SPD-Ratsfraktion am Mittwochabend im Biergarten des Park-Restaurants an der Schaefer-straße gefeiert: Rund 270 Gäste folgten der Einladung zu dem sommerlichen Jahresempfang, der den bisher stets im Januar ausgerichteten Neujahrsempfang ersetzt. Nur mit dem Hauptredner des Abends haderten zahlreiche Besucher.

Der ehemalige Landes- und Bundesminister Christoph Zöpel entwarf zwar die charmante Vision der Gründung einer „Emscheruniversität“ durch die Städte Herne und Gelsenkirchen am Herner Meer. Der 72-Jährige Bochumer verlor sich aber ansonsten überwiegend in langatmigen Beiträgen über den Ballungsraum „Ruhr“ und Vorschlägen zur Lösung des Rentenproblems. Immerhin: Der Gelsenkirchener SPD-Ratsfraktions-Chef Klaus Haertel informierte schon kurz nach Zöpels Rede seinen Oberbürgermeister Frank Baranowski über den Vorstoß für eine „Emscheruniversität“, wie er der WAZ am Rande des Empfangs mitteilte.

Hernes SPD-Fraktions-Chef Udo Sobieski hatte in seiner Begrüßungsrede den „tollen Start“ von Oberbürgermeister Frank Dudda gelobt und eine positive (Zwischen-)Bilanz der rot-schwarzen Ratskooperation gezogen: „Gemeinsam ist es uns in den vergangenen beiden Jahren gelungen, die Geschicke unserer Stadt konstruktiv und mit Blick auf die Sache erfolgreich mitzugestalten.“

„Herausragend“ sei in den vergangenen Monaten die Entwicklung rund ums Hertie-Haus gewesen. Auch die Pläne für Baukau, die UPS-Expansion und den angestrebten Güterverkehr zwischen Herne und China verbuchte Sobieski auf der Haben-Seite. Herne bleibe ein attraktiver Logistikstandort, doch für die verbleibenden Gewerbeflächen müssten alternative Nutzungen in Betracht gezogen werden, erklärte er. So sprach sich der Sozialdemokrat mit Blick aufs Gelände der ehemaligen Zeche Graf Blumenthal „ausdrücklich gegen die Ansiedlung von Schwerlogistik“ aus. Die SPD trete für eine nachhaltige und umweltverträgliche Lösung ein.

Einladungen an die Ratsopposition

430 Einladungen an Vertreter aller gesellschaftlich relevanten Kräfte hatte die SPD verschickt – „mehr denn je“, wie Fraktions-Geschäftsführer Michael Hasler betonte. Unter den Gästen waren unter anderem Polizeipräsidentin Kerstin Wittmeier und Castrop-Rauxels Bürgermeister Rajko Kravanja. Und: Neben Kooperationspartnerin CDU waren erstmals auch Vertreter der Rats­opposition – Linke, Grüne, FDP, Piraten-AL – eingeladen.

 
 

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