Herner Lebensmittelkontrolleurin hat die Hygiene im Blick

Lebensmittelprüferin Ramona Kiepsch kontrolliert die Temperatur im Eiswagen von Klaus Kranz, Inhaber der Eis-Konditorei Schmalhaus
Lebensmittelprüferin Ramona Kiepsch kontrolliert die Temperatur im Eiswagen von Klaus Kranz, Inhaber der Eis-Konditorei Schmalhaus
Foto: WAZ FotoPool
Über 200 Verkaufsstände für Speisen und Getränke gibt es auf der Cranger Kirmes. Ramona Kiepsch und ihre Kollegen sorgt dafür, dass sie alle ausschließlich einwandfreie Ware verkaufen. Sie misst Temperaturen und nimmt Lebensmittelproben.

Herne. Wenn heute die Cranger Kirmes startet, lockt sie mit ihren leckeren Kirmessnacks wieder unzählige Menschen an. Dafür, dass Backfisch, Schaumeis, Paradiesäpfel und Co bedenkenlos über die Theke gehen können, sorgt Lebensmittelkontrolleurin Ramona Kiepsch. Bei einem Kirmesrundgang mit der WAZ erklärte sie gestern, was während der kommenden Tage ihre Aufgabe sein wird.

Insgesamt gebe es auf der Cranger Kirmes in diesem Jahr 128 gastronomische Betriebe, dazu 17 Eishersteller, 53 Süßwarenstände, 5 Cafés und 15 Slusheisverkäufer , zählt sie auf. Alle müssten den Anforderungen der Lebensmittelverordnung gerecht werden. Dazu zählt nicht nur die Lebensmittelsicherheit, zum Beispiel das Einhalten der Kühlkette, Gesundheitsbelehrungen für das Kirmespersonal und die Hygiene im Verkaufsstand, sondern auch die korrekte Auszeichnung der Ware. Zusatzstoffe müssen gut sichtbar kenntlich gemacht werden. Wer Käse oder Schinken verspricht, darf keine Ersatzprodukte verwendet. „Ob das tatsächlich so ist, überprüfen wir mit unseren Kontrollen“, so Kiepsch.

Ab Montag sind Kiepsch und ihre Kollegen aus Herne und Recklinghausen - die beiden Städte kooperieren seit zwei Jahren im Bereich der Lebensmittelsicherheit - regelmäßig auf der Kirmes unterwegs. Sie kontrollieren unter anderem die Auszeichnung der Ware und nehmen Lebensmittelproben. Jedes Jahr liege der Fokus der Kontrollen auf anderen Speisen und Getränken.

Auch immer im Blick der Lebensmittelkontrolleurin: die Kühlkette, vor allem bei Frischwaren. „Fisch-, Eis- und Imbissbuden gehören der höchsten von drei Risikoeinstufungen an“, erklärt Kiepsch. Die Kühlkette der Lebensmittel dürfe nie unterbrochen werden. Jeder Betrieb sei dazu angehalten, seine Wareneingänge und die Kühlkette zu dokumentieren. „Die Eigenkontrolle spielt eine ganz große Rolle“, meint Kiepsch. Außerdem dürften Crusheis zur Kühlung und Speiseeis ausschließlich aus Trinkwasser hergestellt werden. Die entsprechenden Schläuche und Anschlüsse kontrolliere auf Crange das Gesundheitsamt.

Kontrolle ist gut

Da Kiepsch und ihre Kollegen allen Betrieben regelmäßig Besuche abstatten, kennen sich Kontrolleure und Schausteller mittlerweile. Das Verhältnis zueinander sei gut, bestätigen mehrere Snackverkäufer. „Wir wollen schließlich auch nur das Beste für unsere Kunden“, meint Fischverkäuferin Sabine Wagner. Etwas auf der Kirmes zu essen sei vollkommen unbedenklich: kaum ein anderer Gastrobetrieb werde wohl so häufig kontrolliert wie die reisenden. Für die Einhaltung der Hygienevorschriften investiere er regelmäßig einen Batzen Geld, ergänzt Kirmeseisverkäufer Klaus Kranz. Doch der Aufwand lohnt sich: In ihren 20 Jahren als Lebensmittelkontrolleurin habe Kiepsch auf Crange noch nie einen Betrieb dicht machen müssen, freut sie sich.

 
 

EURE FAVORITEN