Herner Künstler Peter Grzan starb an Folgen einer Operation

Der Künstler Peter „Pit“ Grzan im Jahr 2011 in seinem Atelier in der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3. Er gehörte mit zu den ersten Künstlern, die hier ein Atelier bezogen.
Der Künstler Peter „Pit“ Grzan im Jahr 2011 in seinem Atelier in der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3. Er gehörte mit zu den ersten Künstlern, die hier ein Atelier bezogen.
Foto: WAZ FotoPool
Peter „Pit“ Grzan ist tot. Der gebürtige Wanne-Eickeler ist völlig überraschend an den Folgen einer Operation gestorben. Der Künstler wurde nur 63 Jahre alt.

Wanne-Eickel..  Peter „Pit“ Grzan ist tot. Der Künstler starb völlig überraschend an den Folgen einer Operation.

Auf etwas festlegen wollte sich der 1951 in Wanne-Eickel geborene Peter Grzan nie. Als „Weltkulturerbe“ und „Großer Kommunikator“ hat er sich manchmal bezeichnet. Studiert hat er Dortmund und Kassel. Er gehörte mit zu den ersten Künstlern, die in den frühen 1970er Jahren ihr Atelier in der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3 bezogen haben. Später führte es ihn als Kunsterzieher nach Dülmen, vor einigen Jahren kehrte er wieder nach Unser Fritz zurück. 2010 wurde Peter Grzan die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Kritik am kommerziellen Kunstmarkt

In der Band „Piet Kröte Peep Show“ konnte er seine Talente als Sänger, Performer und Frontman, oft in verschiedenen skurrilen Verkleidungen, ausleben. Die Auftritte der Band bezogen schon in den 1970ern heute übliche multimediale Elemente mit ein und wurden oft zu wahren Happenings.

Seine Kunst war geprägt durch seine kritische Auseinandersetzung mit dem zu kommerziellen Kunstmarkt, den arroganten Eigenarten der Kunstszene und war voller Kritik an unserer Gesellschaft und politischen Ereignissen.

Bei all seiner Kritik hat Pit Gzran aber nie seinen Humor vergessen. Er hat für die satirische Zeitschriften „Pardon“ und „Titanic“ gearbeitet. In seiner großen Einzelausstellung in der Künstlerzeche „des wahnsinns fette beute!“ war 2011 noch einmal ein Überblick über sein künstlerisches Schaffen zu sehen. Pit Grzan hat sich in den letzten Jahren intensiv für die kulturelle Umnutzung der Hülsmann-Brauerei eingesetzt. Dort ist auch sein „Ovulationszentrum für geistige Befruchtung“ zu sehen, eine ironisch künstlerische Auseinandersetzung mit Ostereiern.

 
 

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