Herner Kochtalent beendet Ausbildung mit „sehr gut“

An seinem Arbeitsplatz in der Küche des Parkrestaurants an der Schäferstraße hatte Nico Kowalewski viele Möglichkeiten, zu experimentieren.
An seinem Arbeitsplatz in der Küche des Parkrestaurants an der Schäferstraße hatte Nico Kowalewski viele Möglichkeiten, zu experimentieren.
Foto: FUNKE Foto Services
Nico Kowalewski überzeugte die Prüfer der IHK mit seinem Drei-Gänge-Menü. Nun möchte der 19-Jährige Erfahrungen in der ganzen Welt sammeln

Herne..  Nico Kowalewski hat seinen Traumberuf gefunden. Der 19-Jährige hat im Parkrestaurant am Herner Stadtgarten eine Ausbildung zum Koch gemacht und die praktische Prüfung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittleres Ruhrgebiet nun mit „sehr gut“ bestanden. „Das ist nicht zuletzt deshalb so besonders, da es weit und breit niemanden gab, der die Prüfung mit „gut“ bestanden hat“, freut sich Meisterkoch und Kowalewskis Ausbilder Josef Kachel. Ein Drei-Gänge-Menü galt es bei der Prüfung zu kochen. „Es gab Rouladen von der Maischolle, Salat von weißem Spargel und Selleriestroh, als Hauptgang Zweierlei von der Maispoularde und als Dessert Buttermilcherdbeertörtchen“, erzählt Kowalewski.

Ein Jahr lang bleibt er nun als Jungkoch im Parks tätig, dann geht es raus in die weite Welt. „Ich möchte gerne in möglichst vielen Ländern arbeiten, da bietet sich der Beruf des Kochs einfach an. Auch deshalb ist er mein Traumjob.“

Nächstes Ziel: Österreich

Zunächst soll es nicht ganz so weit weg gehen. „Ich möchte entweder in Österreich oder in der Schweiz arbeiten“, sagt der junge Koch. Anschließend stehen direkt ferne Kontinente wie Asien oder Amerika auf seiner Wunschliste. „Es ist toll, in anderen Ländern neue Kochstile und -techniken kennenzulernen“, erzählt der ehemalige Schüler der Erich-Fried-Gesamtschule. Sowohl die Kultur als auch die Menschen seien anders und dadurch gebe es viel zu entdecken. „Durch seine tolle Ausbildung stehen Nico nun alle Wege offen, der Wunsch ins Ausland zu wollen, ist richtig“, sagt Ausbilder Kachel. Dass man als junger Koch in fernen Ländern viele Erfahrungen sammeln kann, hat Kowalewski von Klein an mitbekommen. „Mein Onkel ist auch Koch und daher waren wir bei ihm schon in der ganzen Welt zu Besuch. Zuletzt haben wir ihn in Shanghai besucht“, erzählt der 19-Jährige.

Eine Arbeit im Büro käme für Kowalewski nicht in Frage. „Dort wäre ich nicht ausgelastet“, weiß er. Für ihn sei es immer wieder eine Herausforderung und Ansporn zugleich, die vielen Aufträge, die während eines Arbeitstages einträfen, zu bearbeiten. „Wenn ich am Ende des Tages weiß, was ich getan habe, ist das ein schönes Gefühl.“ Nach einiger Berufserfahrung möchte er schließlich auch seinen Meister machen. „Um seinen Meister machen zu können, muss man mindestens fünf Jahre als ausgebildeter Koch gearbeitet haben und 24 Jahre alt sein“, weiß Kachel.

Ein Lieblingsgericht hat der junge Koch natürlich auch: „Rinderfilet ist einfach am leckersten“, schwärmt er. Den herausragenden Abschluss seiner Prüfung feiert Kowalewski nun noch im Parks mit den Mitarbeitern bei einem gemeinsamen Essen. Gekocht wird natürlich: Rinderfilet.

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