Herner Feuerwehr rückte zu 14 Niklas-Einsätzen aus

Sturmtief „Niklas“ fegte die Pläne von Zugreisenden weg. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass ein Teil der Ticketpreise unter entsprechenden Voraussetzungen zurückgefordert werden kann.
Sturmtief „Niklas“ fegte die Pläne von Zugreisenden weg. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass ein Teil der Ticketpreise unter entsprechenden Voraussetzungen zurückgefordert werden kann.
Foto: Haenisch / Funke Foto Services
„Insgesamt verschonte der Orkan Niklas Herne.“ So lautet das Fazit der Herner Berufsfeuerwehr nach den Einsätzen am Dienstag.

Herne..  „Insgesamt verschonte der Orkan Niklas Herne.“ So lautet das Fazit der Herner Berufsfeuerwehr nach den Einsätzen am Dienstag.

Die Rettungskräfte seien zwischen 8 und 21 Uhr zu 14 wetterbedingten Einsätzen gerufen worden. Dabei mussten mehrere Bäume von Fahrbahnen beseitigt werden. Außerdem entfernten die Kräfte Dachziegel, Hausverkleidungen oder Kaminabdeckungen, die drohten, auf die Straße zu stürzen. An einem leer stehenden Gebäude waren keine Sicherungsmaßnahmen möglich, so dass die Castroper Straße zwischen Von-Bodelschwingh-Straße bis Memeler Straße gesperrt werden musste. Deshalb musste die HCR-Linie 311 Umwege fahren. Wichtigste Nachricht: Es wurden keine Personenschäden gemeldet.

Orkantief Niklas hat nach Angaben der Emschergenossenschaft die Wetterstatistik für den März durcheinander gewirbelt. Bis zum vergangenen Samstag war der Monat besonders trocken, doch seitdem fiel so viel Niederschlag wie bis dahin im gesamten Monat. Für Herne regis­trierte die Emschergenossenschaft 57,3 Liter pro Quadratmeter.

Besonders betroffen von Niklas waren die Bahnreisenden (die WAZ berichtete). Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass Pendler und Reisende einen Teil ihrer Ticketpreise zurückfordern können. Verspätet sich der Zug 60 bis 119 Minuten, können Reisende laut Verbraucherzentrale 25 Prozent des Ticketpreises einer einfachen Fahrt zurückverlangen oder ganz auf die Beförderung verzichten und den gesamten Ticketpreis zurückfordern. Verspätet sich der Zug um mehr als 120 Minuten, haben Reisende das Recht auf die Rückgabe von 50 Prozent des Preises. Sie können auch in diesem Fall auf die Fahrt verzichten und den kompletten Preis zurückfordern. Wer aufs Taxi umsteigt, muss die Kosten dafür meist selbst tragen. Taxikosten werden nur zurückgezahlt, wenn die letzte fahrplanmäßige Verbindung den Zielbahnhof nicht bis 24 Uhr erreicht hat oder wenn sich die Ankunft am Zielort zwischen 0 Uhr und 5 Uhr um mehr als 60 Minuten verspätet.

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