Herner Aussteller zeigen sich auf der Spielemesse in Essen

Der Stand der Redaktion Phantastik bei der Spielemesse.
Der Stand der Redaktion Phantastik bei der Spielemesse.
Foto: FUNKE Foto Services
Drei Verlage präsentieren bei der „Spiel 2015“ Strategie- und Rollenspiele. Auch das Spielezentrum Herne freut sich über einen regen Andrang seiner Fans.

Herne..  Laut ist es, und ein großes Geschiebe und Gedränge: Am Freitag, kurz nach der Öffnung um zehn Uhr, sind die Essener Messehallen schon mit jungen Leuten verstopft. Das kann nur eins bedeuten: Die Spiele-Messe hat begonnen. In diesem Jahr sind mehr als 900 Aussteller aus über 40 Ländern nach Essen gekommen, auch drei Aussteller aus Herne machten sich auf den Weg.

„Rollenspiele sind gerade wieder groß im Kommen“, berichtet Ulrike Pelchen von dem „Redaktion Phantastik“-Verlag. „Ich habe mit 19 Jahren mit den Rollenspielen angefangen und habe Blut geleckt“, erzählt ihre 50-jährige Kollegin Sylvia Schlüter. „Die meisten, die es einmal probieren, bleiben eben auch dabei.“

Auf der „Spiel 2015“ stellen die beiden Frauen neue Rollenspiele und Weiterentwicklungen vor, wie das Detektiv-Rollenspiel „Private Eye“, welches im viktorianischen England spielt, oder das Fantasy-Rollenspiel „Wolsung“. Präsentiert wurde außerdem ein Wolsung-„Trailer“, darin werden die wichtigsten Regeln und Charaktere gezeigt, mit denen man dann in ein Abenteuer einsteigen kann. „Beide Spiele sind übrigens auch für Anfänger geeignet“, sagt Sylvia Schlüter.

Altbewährtes zeigt hingegen der „Go-Verband“, nämlich: „,Go’, das älteste Spiel, welches in der Originalform gespielt wird“, berichtet Verbandsmitglied Sascha Hempel stolz. Das über 4000 Jahre alte Brettspiel mit dem japanischen Namen sei „Schach“ nicht unähnlich, aber viel einfacher: „Die Regeln erkläre ich in nur fünf Minuten“, verspricht Hempel. Den deutschlandweiten Verband gebe es schon fast 50 Jahre, trotzdem sei das Spiel hierzulande noch nicht sehr bekannt. „In Japan, China und Korea hingegen gibt es sogar Profispieler, die von den Turnier-Preisgeldern gut leben können.“

Die Messegäste Michaela und Stephan Seiler aus Kleve haben „Go“ gerade ausprobiert: „Die Regeln waren wirklich einfach, und es macht Spaß, wir werden es wohl weiter spielen.“

Von der Vielfalt überzeugt

Auch das „Herner Spielezentrum“ ist wieder mit dabei: Hier gibt es verlagsunabhängig alle möglichen Spiele zum Ausprobieren, in diesem Jahr sei die Messe sehr voll: „Vor unserem Stand gibt’s täglich zehn Meter lange Warteschlangen“, berichtet Mitarbeiterin Susanne Klaus. Carsten Wesel ist einer, der in der Warteschlange steht: „Seit 20 Jahren komme ich hierher, wegen der Vielfalt“, meint er begeistert. Mit seinen drei Freunden aus Hamburg, Mailand und Dakar spiele er gerne bis zu fünf Stunden am Stück.

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