Herne-Lieder erzählen von Zechen, Menschen und dem Mond

Gute Stimmung: In den Flottmann-Hallen stellten drei Künstler im Rahmen der WDR-Sendung „Sounds like Heimat“ ihre Lieder über Herne vor.
Gute Stimmung: In den Flottmann-Hallen stellten drei Künstler im Rahmen der WDR-Sendung „Sounds like Heimat“ ihre Lieder über Herne vor.
Foto: Ralph Bodemer
„Sounds like Heimat“: Drei Künstler schrieben Songs zu Herne. Der WDR drehte am Donnerstag in den Flottmann-Hallen.

Herne..  Die Kameras liefen, bereits am Eingang begrüßte Moderator Marco Schreyl die Gäste und drückte ihnen einen grünen Plastikball in die Hand, der später wichtig werden sollte. Die WDR-Sendung „Sounds like Heimat“ gastierte in Herne (die WAZ berichtete). Das Konzept: Drei Künstler, die zum ersten Mal Herne besuchten, verbrachten zwei Tage vor Ort und schrieben daraufhin eine Hymne über die Stadt. Das Publikum stimmte am Ende ab.

Nun ging es los – Schreyl holte die Zuschauer mit einer Ode an die Flottmann-Hallen ab. „Ich habe noch nie davon gehört, aber ich komme wieder.“ Applaus brandete auf – er ist halt ein Profi. Björn Heuser war der erste Kandidat. Bevor die Aufzeichnung lief, spielten die Kandidaten im Warm-Up drei Lieder für die Gäste, so bekam das Publikum einen ersten Eindruck. Nun ging es aber ums Ganze „Das ist romantischer hier als gedacht“, sagte er, „deswegen ist es eine Ballade geworden.“ Er beschwört die „Heimat“ - die Zechen, Stahl, Büdchen, Ruhrpott-Romantik. Nett, aber die Klischees trieften aus jeder Note.

Katie Freudenschuss war die Nächste, im Gepäck das E-Piano. Die Hamburgerin unterhielt das Publikum nicht nur mit ihrer Musik, sondern hatte auch das ein oder andere Witzchen dabei – eine Vollblutentertainerin. Ihr Lied ging in eine andere Richtung: ein melancholischer Song über das Kämpfen, über die schlechten Zeiten und die wiederkehrenden schönen Zeiten. Der Mond von Wanne-Eickel scheine in jeder Lage – schönes Lied. Stefan Krähe und seine Band Six rundeten das Trio ab. Die Rocker taten, was sie am besten können: rocken. Krachender Stadion-Deutschrock schallte durch die Hallen, das Lied setzte sich mit den Menschen im Ruhrpott auseinander. Es ändere sich viel, aber die ehrliche und tolle Art der Menschen, die bleibe.

Nun kam es auf die Gäste an. Drei Röhren, jeweils für einen Kandidaten, standen vor der Bühne, nun konnten die Besucher die grünen Bälle in die Röhre des Lieblingskandidaten werfen. Und der Sieger war…. Zu erfahren demnächst im WDR-Fernsehen. Die Staffel startet am Freitag, 16. September, um 21 Uhr. Ob Herne den Anfang macht oder Leverkusen, Mönchengladbach oder Hagen (die anderen Städte dieser Staffel), steht noch nicht fest. Der Sendeplatz bleibt derselbe.

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